Er stach 18-Jährigen in Düsseldorfer U-Bahn nieder: Polizei fasst Messerstecher

Update, 12. Juli, 12.38 Uhr

Zehn Tage nach dem Messerangriff in der Düsseldorfer U-Bahnlinie 73 meldeten Polizei und die Staatsanwaltschaft einen Ermittlungserfolg: Der Tatverdächtige sei inzwischen identifiziert. "Es handelt sich um einen 45-jährigen Düsseldorfer aus Wersten", erklärte ein Sprecher.

Am heutigen Dienstagmorgen sei der Mann in seiner Wohnung aufgesucht und seine Personalien festgestellt worden. Die Wohnungsdurchsuchung habe auch zur Auffindung von weiteren Beweismitteln geführt.

Gegen den Tatverdächtigen werde nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Wegen fehlender Haftgründe befinde er sich zurzeit jedoch auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen in dem Fall dauern an, wie die Beamten abschließend mitteilten.

Originalmeldung vom 6. Juli, 11.52 Uhr

Düsseldorf – Weil sich zwei Freunde (17 und 18) offenbar ein zu lautes Handy-Video anschauten, rastete ein Mann am vergangenen Samstag aus und griff die Jugendlichen an. Jetzt wurden Bilder einer Überwachungskamera von ihm geteilt.

Der Mann griff die beiden Jugendlichen in der U73 an und schaute ihnen nach ihrem Ausstieg offenbar hinterher.
Der Mann griff die beiden Jugendlichen in der U73 an und schaute ihnen nach ihrem Ausstieg offenbar hinterher.  © Montage: Rheinbahn AG/Polizei Düsseldorf

Der bislang Unbekannte hatte in der U-Bahnlinie 73 in Düsseldorf einen 17-Jährigen rassistisch beleidigt und dann mit einem Messerstich dessen 18-jährigen Freund schwer verletzt.

An der Haltestelle "Bahnhof Bilk" flohen die beiden Jugendlichen und alarmierten die Rettungskräfte. Umgehend richtete die Polizei eine Mordkommission ein und ermittelt seither wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Unbekannten.

Am Mittwochvormittag veröffentlichte die Polizei Bilder einer Überwachungskamera, die den Gesuchten an der Tür der Bahn zeigen.

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Sollten Zeugen Angaben zu dem Täter machen können, nimmt die Mordkommission unter der 0211-8700 Hinweise entgegen.

Titelfoto: Montage: Rheinbahn AG/Polizei Düsseldorf

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