Hacker-Angriff auf Uniklinik: Kommen die Täter aus Russland?

Düsseldorf – Nach dem Hacker-Angriff auf die Düsseldorfer Uni-Klinik führt eine mögliche Spur der Täter laut Justizministerium nach Russland.

Am Düsseldorfer Uniklinikum war das Computer- und Informationssystem infolge eines Hackerangriffs am 10.09.2020 weitgehend ausgefallen.
Am Düsseldorfer Uniklinikum war das Computer- und Informationssystem infolge eines Hackerangriffs am 10.09.2020 weitgehend ausgefallen.  © Federico Gambarini/dpa

So hätten die Hacker eine Schadsoftware namens "DoppelPaymer" in das System eingebracht. Dieser sogenannte Verschlüsselungstrojaner sei bereits in zahlreichen anderen Fällen weltweit gegen Unternehmen und Institutionen von einer Hacker-Gruppe eingesetzt worden, die nach Einschätzung privater Sicherheitsunternehmen in der Russischen Föderation beheimatet sein soll. 

Das teilte das Ministerium von Nordrhein-Westfalen am Dienstag in einem Bericht an den Rechtsausschuss mit.

Bei dem Hacker-Angriff vor zwei Wochen waren 30 Server der Uni-Klinik verschlüsselt worden - wobei die Erpresser offenbar eigentlich die Düsseldorfer Universität attackieren wollten. 

Als die Polizei den Hackern ihren mutmaßlichen Fehler mitteilten, schickten sie einen digitalen Schlüssel. 

Die IT der Uni-Klinik ist weiter nicht voll einsatzbereit.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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