Jetzt endgültig: Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf für 2020 abgesagt

Düsseldorf – Das ursprünglich schon für September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Zuschauern wird 2020 nicht mehr stattfinden. 

Bei dem umstrittenen Großkonzert sollten Künstler wie Sarah Connor (40) und Bryan Adams (60) auftreten.
Bei dem umstrittenen Großkonzert sollten Künstler wie Sarah Connor (40) und Bryan Adams (60) auftreten.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Das teilte eine Sprecherin des Veranstalters Marek Lieberberg am Mittwoch mit. "Die Voraussetzungen dafür sind einfach nicht gegeben", sagte sie. Es gebe einen Anstieg der Infektionszahlen.

Ein weiterer Grund: Das Konzept sah vor, das Dach in der Düsseldorfer Fußball-Arena während der Show offen zu lassen. Auch das sei nun – es wird langsam kalt – nicht mehr möglich.

Zudem sei fraglich, ob man die Künstler in der geplanten Konstellation wieder zusammenbringen könne. "Deswegen haben wir gesagt: Wir planen nicht mehr für dieses Jahr." Zuvor hatte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung darüber berichtet.

Um die einst für den 4. September angesetzte Show – unter anderem mit Rocker Bryan Adams (60) und Pop-Sängerin Sarah Connor (40) – hatte es ein großes Tauziehen gegeben.

Die Planung hatte zu massiven Verstimmungen zwischen der Stadt Düsseldorf und der nordrhein-westfälischen Landesregierung geführt.

Großkonzert sollte Befreiungsschlag gegen Corona werden

Bei den aktuellen Temperaturen könnte das Dach der Düsseldorfer Fußball-Arena nicht wie ursprünglich geplant offen gelassen werden.
Bei den aktuellen Temperaturen könnte das Dach der Düsseldorfer Fußball-Arena nicht wie ursprünglich geplant offen gelassen werden.  © Bernd Thissen/dpa

Die Stadt hatte das Konzert genehmigt – als die Pläne Anfang August aber publik wurden, schaltete sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) ein.

Er hielt es angesichts der Lage bei den Corona-Infektionen "schlicht für verantwortungslos", Menschen aus ganz Deutschland zu einer Reise nach Düsseldorf zu animieren.

Zunächst einigte man sich darauf, dass man das Konzert im Fußballstadion "Merkur Spiel-Arena" vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig mache werde.

Ende August zog der Veranstalter dann selbst die Reißleine – und verkündete eine Verschiebung auf den "Spätherbst" ohne ein konkretes Datum zu nennen. Nun ist auch das hinfällig.

Gedacht war die Show als großer Befreiungsschlag für die darbende Konzertbranche. Das Hygienekonzept sah etwa vor, dass Besucher durchgehend Maske tragen.

Die Größenordnung wäre in Corona-Zeiten beachtlich gewesen. Schon gekaufte Tickets können nach Angaben des Veranstalter zurückerstattet werden.

Titelfoto: Montage: Bernd Thissen/dpa, Daniel Bockwoldt/dpa

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