Lufthansa-Streik in NRW: Auswirkungen in Düsseldorf überschaubar

Düsseldorf/Köln – Schlechte Nachrichten für Urlauber: Am Flughafen Düsseldorf hat am heutigen Mittwoch ein Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals begonnen. Das bestätigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Morgen. Am Mittag blieben die Auswirkungen noch überschaubar.

Reisende müssen sich auf lange Wartezeiten und Flugausfälle einstellen.
Reisende müssen sich auf lange Wartezeiten und Flugausfälle einstellen.  © Roberto Pfeil/dpa

Ein Flughafensprecher sagte, es gebe vereinzelt Ausfälle. So sei ein Lufthansa-Flug nach München nicht wie geplant gestartet. Laut Plan fiel außerdem ein Flug nach Lissabon aus. Bei den anderen Flügen am Morgen gab es demnach zwar Verspätungen, sie starteten aber.

Der Flugbetrieb laufe weitgehend normal, erklärte der größte Flughafen in NRW am Mittwoch. Bis zum Mittag hätten die Fluggesellschaften 19 Verbindungen von oder nach Düsseldorf annulliert. Laut Plan waren über 430 Flugbewegungen mit insgesamt rund 57.000 Passagieren geplant.

Der Flughafen hatte gravierende Beeinträchtigungen befürchtet. Unter anderem sind auch Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter Leos zur befristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen.

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Leos übernimmt einen Großteil der sogenannten Pushbacks für mehrere Fluggesellschaften.

Dabei werden Flugzeuge von der Parkposition weggeschoben, damit sie anschließend zur Startbahn rollen können.

Flughafen Köln/Bonn: Nur geringe Streik-Auswirkungen erwartet

Wegen der Streiks bei Lufthansa bilden sich vor den Check-In-Schaltern von Eurowings lange Schlangen.
Wegen der Streiks bei Lufthansa bilden sich vor den Check-In-Schaltern von Eurowings lange Schlangen.  © Roberto Pfeil/dpa

Allerdings hatten sich Fluggesellschaften offenbar vorbereitet und Ersatz besorgt, um die Maschinen manövrieren zu können. Außerdem wurden Flieger so geparkt, dass sie ohne Pusher zur Startbahn rollen konnten. Die Passagiere wurden mit Bussen zu den Flugzeugen gebracht. "Die Airlines und ihre Partner haben sich in Düsseldorf bestmöglich auf den Streik vorbereitet", erklärte der Flughafen, der gravierende Beeinträchtigungen befürchtet hatte.

Eurowings, die größte Fluggesellschaft in Nordrhein-Westfalen, hatte erklärt, man erwartete einem weitgehend normalen Flugbetrieb. Der Streikaufruf richte sich nicht gegen Eurowings. In Düsseldorf habe man sich für das Schleppen und Positionieren der Flugzeuge ausreichend Ersatzkapazität gesichert.

Auch der Flughafen Köln/Bonn ist vom Warnstreik betroffen. Er erwartete aber nur geringe Auswirkungen. Mit dem Ausstand will Verdi nach mehreren Verhandlungsrunden mit der Lufthansa Druck für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten machen.

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Die Lufthansa hat wegen des Warnstreiks am Mittwoch fast das gesamte Programm an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München gestrichen. Auch in Köln/Bonn wurden die insgesamt zehn Ankünfte und Abflüge nach München gestrichen. Der Ausstand soll bis Donnerstag, 6 Uhr, dauern.

Originalmeldung von 8.47 Uhr, zuletzt aktualisiert um 14.25 Uhr.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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