Mit Schlagstock: Journalisten bei Demo von Polizisten angegriffen

Von Helge Toben

Düsseldorf - Bei einer Demonstration in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für Nordrhein-Westfalen sind am Samstag Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden.

Am Samstag sind bei einer Demo in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für NRW Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden.
Am Samstag sind bei einer Demo in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für NRW Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden.  © Roberto Pfeil/dpa

Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete, dass er von einem Beamten mehrfach mit einem Schlagstock geschlagen worden sei. Er berichtete zudem von mindestens einem weiteren Kollegen, der ebenfalls angegriffen worden sei.

Zuvor sei in den Reihen der Demonstranten Pyrotechnik gezündet worden.

Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zu dem Einsatz. Es habe verschiedenste Einsatzanlässe gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf. Eine Polizeisprecherin kündigte später eine Strafanzeige gegen den Beamten wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt an.

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Die Deutsche Presse-Agentur protestierte gegen den gewaltsamen Übergriff auf ihren Mitarbeiter und andere Journalisten.

dpa-Chefredakteur Sven Gösmann nannte den Vorgang einen "nicht hinnehmbaren Angriff auf die Pressefreiheit".

In einem Schreiben an den zuständigen nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul (68, CDU) forderte er die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse in Düsseldorf.

Auch Fußballfans aus Köln und Düsseldorf beteiligten sich an Demo

Das Bündnis "VersammlungsgesetzNRW stoppen! Grundrechte erhalten" hatte zu der Demo in Düsseldorf aufgerufen.
Das Bündnis "VersammlungsgesetzNRW stoppen! Grundrechte erhalten" hatte zu der Demo in Düsseldorf aufgerufen.  © Roberto Pfeil/dpa

Zu der Demo hatte ein Bündnis "VersammlungsgesetzNRW stoppen! Grundrechte erhalten" aufgerufen, an dem sich vor allem politisch links stehende Gruppen und Organisationen beteiligten.

Auch größere Gruppen von Fußballfans aus Köln und Düsseldorf beteiligten sich an der Demo. Eine Sprecherin der Veranstalter schätzte die Zahl der Teilnehmer am Nachmittag auf 6000.

Die Polizei machte keine Angaben zur Anzahl. Der Demonstrationszug durch Düsseldorf dauerte am späten Nachmittag an.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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