Terror-Prozess: Mann (30) soll Mordanschläge in NRW geplant haben

Düsseldorf – Ein mutmaßlicher IS-Terrorist aus Wuppertal muss sich von diesem Dienstag (10.30 Uhr) an in Düsseldorf vor Gericht verantworten.

Der Angeklagte steht in einem Gerichtssaal im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts.
Der Angeklagte steht in einem Gerichtssaal im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der 30-Jährige soll mit einer Terrorzelle tadschikischer Landsleute Mord- und Terroranschläge in Deutschland und Albanien geplant haben. Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes statt.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm mehrere Straftaten vor: Um Geld für den Islamischen Staat zu beschaffen, soll sich der Angeklagte zu einem Auftragsmord in Albanien bereiterklärt haben. Dort sollte ein Geschäftsmann umgebracht werden. Im letzten Moment hätten die Männer die Aktion abgebrochen und seien zurück nach Deutschland gereist.

Dort hätten sie auf Geheiß eines IS-Führungskaders in Afghanistan einen Islamkritiker in Neuss bei Düsseldorf ins Visier genommen. Für Anschläge in Deutschland soll der 30-Jährige sich zudem Anleitungen für die Herstellung von Sprengstoff und Zündern beschafft haben.

Der 30-Jährige sitzt bereits seit eineinhalb Jahren in Untersuchungshaft. Der zuständige Strafsenat unter Vorsitz von Richter Jan van Lessen hat bis Mai 2021 zunächst 40 Verhandlungstage für den Fall angesetzt.

Update, 12.34 Uhr: IS-Terroristen aus NRW hatten Interesse an Flugschulen

Eine Terrorzelle des sogenannten Islamischen Staats in Nordrhein-Westfalen hat sich laut Bundesanwaltschaft in Flugschulen nach Gleitschirm- und Drachenflügen erkundigt.

Die terrorverdächtigen Tadschiken hätten sich auch mit Drohnen und Bombenbau beschäftigt, sagten Vertreter der Behörde am Dienstag im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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