Rotwein von Hebamme vergiftet: 47-Jähriger verurteilt, doch die Strafe überrascht

Düsseldorf – Im Prozess um einen vermeintlichen Mordanschlag mit vergiftetem Rotwein ist ein Unternehmer (47) in Düsseldorf zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Diese fiel höher aus als die Forderung des Staatsanwalts.

Der 47-Jährige wurde verurteilt, weil er Drogen in den Rotwein einer Hebamme geschüttet hat.
Der 47-Jährige wurde verurteilt, weil er Drogen in den Rotwein einer Hebamme geschüttet hat.  © Martin Höke/dpa

Dieser hatte zuvor den Vorwurf des versuchten Mordes gegen den Angeklagten fallengelassen.

Die synthetische Droge, die der 47-Jährige der Frau nach Überzeugung des Gerichts ins Glas gekippt hatte, war nach Ansicht eines Gutachters kein tödliches Gift.

Deswegen verurteilte das Düsseldorfer Landgericht den Mann am Mittwoch wegen versuchter Körperverletzung und Betrugs zu 20 Monaten Haft auf Bewährung.

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Mit dem Urteil ging das Gericht über die Strafforderung des Staatsanwalts von 16 Monaten hinaus.

Nach Überzeugung der Richter hatte der 47-Jährige einer Hebamme (61), der er fast 46.000 Euro schuldete, die Droge in deren Rotwein geschüttet.

Titelfoto: Martin Höke/dpa

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