Nazi-Raubkunst: Rückgabe der "Füchse" weiter verzögert - Anwälte legen Beschwerde ein

Düsseldorf - Rund vier Monate nach dem Rückgabe-Beschluss des Düsseldorfer Stadtrats ist das wertvolle Gemälde "Füchse" von Franz Marc noch nicht an die Erben des einstigen jüdischen Besitzers herausgegeben worden.

Eine Frau betrachtet das Gemälde "Füchse" von Franz Marc (1880-1916), das im Museum Kunstpalast in Düsseldorf hängt.
Eine Frau betrachtet das Gemälde "Füchse" von Franz Marc (1880-1916), das im Museum Kunstpalast in Düsseldorf hängt.  © Marcel Kusch/dpa

Die Anwälte der Erben legten am Mittwoch eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (50, CDU) und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe bei der Bezirksregierung ein.

Erben-Anwalt Markus Stötzel warf Keller und Lohe in der der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschwerde vor, das Verfahren "mit unterschiedlichsten Begründungen" fortwährend zu verschleppen.

Der Rat der Stadt hatte Ende April nach einem jahrelangen Raubkunst-Streit die Rückgabe des auf einen Wert von mindestens 14 Millionen Euro geschätzten Gemäldes an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten Kurt Grawi (1887-1944) beschlossen.

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Die Rückgabe verzögerte sich zunächst wegen einer Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft leitete aber kein Ermittlungsverfahren ein. Der Rückgabeprozess werde nun weitergeführt, hatte die Stadt im Juli mitgeteilt.

Nach Angaben der Anwälte läuft eine schenkungsrechtliche Prüfung. Gegen den Willen der und ohne Zustimmung der Erben erfolge außerdem die Suche nach einem Kaufinteressenten.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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