Säure-Anschlag auf Manager: Innogy setzt 100.000 Euro Belohnung aus

Düsseldorf - Nach zwei Jahren ist immer noch nicht klar, wer den Manager Bernhard Günther (53) mit Säure angegriffen hat. Nun setzt Innogy eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro für Hinweise auf die Täter aus.

Bernhard Günther (53) wurde im März 2018 beim Joggen mit Säure angegriffen.
Bernhard Günther (53) wurde im März 2018 beim Joggen mit Säure angegriffen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Günther sagte der "Bild"-Zeitung (Dienstag): "Ich will wissen, wer dahinter steckt und was die Hintergründe sind. Das würde mir und meiner Familie helfen, das Erlebte seelisch zu bewältigen und damit abzuschließen."

Laut "Bild" lässt Innogy ab Dienstag zudem hunderte Fahndungsplakate in Köln und Düsseldorf aufhängen. Auch im Rotlicht-Milieu. Denn dort sollen die Täter nach Ansicht Günthers angeheuert worden sein.

Der Manager sagte dem Blatt: "Erst wenn die Täter, die Mittelsmänner und hoffentlich auch der Auftraggeber bekannt sind und ihre Schuld bewiesen ist, kann ich mit dieser schlimmen Geschichte abschließen."

Günther war im März 2018 angegriffen und durch die Säure im Gesicht schwer verletzt worden. Als die Polizei die Ermittlungen mangels weiterer Ansätze einstellte, setzte Innogy eine erste Belohnung aus.

Ein anonymer Hinweis führte zu einem Mann, der im Oktober 2019 festgenommen wurde - und rund vier Wochen später wieder frei kam.

Günther hat bestimmte Person aus seinem beruflichen Umfeld unter Verdacht

Der Manager hatte danach in einem "Handelsblatt"-Interview gesagt, dass er das Motiv der Attacke im beruflichen Umfeld sehe. Er habe als Auftraggeber eine spezielle Person im Verdacht.

Gegenüber der "Bild" sagte er jetzt erneut: "Es gibt ja bereits Hinweise, wer diesen Säureanschlag auf mich in Auftrag gegeben haben könnte. Ich hoffe, dass wir mit dieser Belohnung dafür nun auch Beweise erhalten."

Die RWE-Tochter Innogy wurde gerade von Eon übernommen und soll in den Konzern integriert werden. Noch ist Günther Finanzvorstand von Innogy.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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