Schaufelraddampfer aus Mannheim könnte es nach Düsseldorf treiben

Düsseldorf/Mannheim - Ein historischer Schaufelraddampfer ist zum Objekt der Begierde in Mannheim und Düsseldorf geworden.

Das Museumsschiff "Mannheim", ein Raddampfer aus dem Jahr 1929, liegt auf dem Neckar an einem Ufersteg.
Das Museumsschiff "Mannheim", ein Raddampfer aus dem Jahr 1929, liegt auf dem Neckar an einem Ufersteg.  © Uwe Anspach/dpa

Das sanierungsbedürftige Schiff, bislang im Besitz des Mannheimer Museums für Technik und Arbeit, dem Technoseum, bekommt in Kürze einen neuen Eigner. Das Technoseum möchte den kostspieligen Kahn loswerden.

Die NRW-Landeshauptstadt will prüfen, ob sie den Schiffsveteran für ihr Binnenschifffahrtsmuseum - das älteste in Deutschland - gewinnen möchte. 

Dafür werden derzeit die Kosten für Instandhaltung und Betrieb untersucht. "Im ersten Quartal 2021 ist eine Entscheidung denkbar", sagt der Düsseldorfer Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. 

In der Stadt startete der Ausflugsdampfer für bis zu 2500 Gäste jahrelang zu Rhein-Exkursionen.

Während es in Düsseldorf um den Grundbeschluss geht, beschäftigt sich ein Verein in Mannheim bereits mit dem Wie der Übereignung. 

Raddampfer in Mannheim

Der wiederbelebte Verein will das Wasserfahrzeug aus dem Jahr 1929 sanieren und schon im kommenden Frühjahr der Öffentlichkeit an der Mannheimer Kurpfalzbrücke wieder zugänglich machen. 

"Es ist einfach toll, dass der letzte originale Schaufelraddampfer zur Personenbeförderung auf dem Rhein jetzt bei uns bleibt", sagt Rolf Götz, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Rheinschifffahrtsmuseums. 

Doch er freut sich vielleicht zu früh.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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