SPD und Grüne attackieren NRW-Schulministerin der FDP

Düsseldorf - Die Oppositionsfraktionen SPD und Grüne haben von der NRW-Landesregierung einen Plan für die Schulen im Lockdown gefordert und zudem eine Sondersitzung des Schulausschusses im Landtag beantragt.

Jochen Ott (SPD) spricht im Landtag.
Jochen Ott (SPD) spricht im Landtag.  © Federico Gambarini/dpa

"Schulen, Eltern, aber auch die betroffenen Kinder verlangen zurecht Planungssicherheit, wie es in den kommenden Wochen für sie konkret weitergehen soll", erklärte der Vize-Fraktionschef der SPD im Landtag, Jochen Ott, am Dienstag.

Es müsse eindeutig klar sein, unter welchen Bedingungen welche Maßnahmen erfolgen sollen.

Die Grünen warfen Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in der gemeinsamen Mitteilung mit der SPD vor, schon wieder Ferienzeiten nicht genutzt zu haben, um die Bedingungen für die Schulen zu verbessern.

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"Das Lernen in stabilen Kleingruppen muss endlich ermöglicht werden", erklärt Sigrid Beer, bildungspolitische Fraktionssprecherin der Grünen.

Lehramtsstudierende könnten in den Schulen helfen. Auch sollten zusätzliche Räume erschlossen werden. Die mutierte Coronavirus-Variante verlange noch mehr Umsicht.

Kritik trifft vor allem NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer von der FDP

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen.
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen.  © Federico Gambarini/dpa

Schulministerin Gebauer hatte am Montag nach einer Konferenz der Kultusminister erklärt, dass auch die Schulen in ganz Deutschland vorerst weiter einen Beitrag zur Reduzierung von Kontakten leisten würden.

Sie verwies auf einen Stufenplan für den Schulbetrieb in NRW, der Szenarien je nach Infektionslage beschreibt.

"Trotzdem ist und bleibt das Ziel aller Kultusminister, mit wirksamen Maßnahmen für den Infektionsschutz so schnell und so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten", betonte sie. Die Schule sei der beste Lernort besonders für die jüngeren Schüler. Darin seien sich die Kultusminister einig.

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Viele Schüler in Deutschland müssen sich zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bisher geplant auf Fernunterricht einstellen. Allerdings soll es stufenweise Öffnungen für untere Klassen und Abschlussklassen geben.

Das beschlossen die Kultusminister der Länder am Montag, wie die Kultusministerkonferenz in Berlin mitteilte.

Der Schul-Lockdown war von Bund und Ländern Mitte Dezember als Teil des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens ursprünglich bis Ende dieser Woche vereinbart worden. Beschlüsse über den weiteren Kurs in der Pandemie sollen an diesem Dienstag bei der Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin getroffen werden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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