Stadt Düsseldorf bestätigt: Erster Omikron-Fall in NRW!

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben der Stadt Düsseldorf ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Die Person wurde bereits am 25. November positiv getestet. Am 29. November wurde die Omikron-Variante zweifelsfrei nachgewiesen. (Symbolbild)
Die Person wurde bereits am 25. November positiv getestet. Am 29. November wurde die Omikron-Variante zweifelsfrei nachgewiesen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Allerdings war zunächst unklar, ob in dem Fall eine sogenannte Gesamtgenomsequenzierung der Probe vorgenommen wurde, die vollständige Sicherheit über das Vorliegen der Variante schafft.

Betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitteilte. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt.

Wegen auftretender Symptome habe sich die eingereiste Person am 25. November testen lassen - das Ergebnis war positiv. Die Untersuchung auf Virusvarianten habe Auffälligkeiten gezeigt, die gegen eine Delta-Variante sprachen.

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"Eine Nachtestung wurde am 27. November durchgeführt und direkt in die Universitätsklinik zur Sequenzierung gebracht", hieß es. Diese erste Sequenzierung sei aber wegen der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich gewesen.

Daher sei am 29. November ein weiterer Test durchgeführt worden. "In diesem Abstrich war die Viruslast groß genug, um die Omikron-Variante mit einer Sequenzierung zweifelsfrei nachzuweisen", sagte eine Stadtsprecherin der Deutschen-Presse-Agentur. Die Virologen der Universitätsklinik hätten übermittelt: "Ja, es ist Omikron."

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) hatte erstmals am Sonntag berichtet, dass es in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle gebe, die mittels Sequenzierung überprüft würden. Am Montag teilte der Kreis Kleve mit, dass bei einem Fall in Rees der Verdacht auf eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante bestehe.

Bei den Omikron-Verdachtsfällen in Essen konnte die Stadt aber bereits am Dienstag eine Entwarnung geben. Die beiden Betroffenen hätten eine seltene Delta-Form, aber nicht die neuartige Omikron-Virusvariante, teilte die Stadt mit. Zuvor waren Proben der Erkrankten in der Essener Universitätsklinik sequenziert worden.

NRW-Kabinett berät Mittwoch über strengere Auflagen

Das Land hat nach Ministeriumsangaben vom Wochenende die Maßnahmen verschärft, um die Verbreitung der neuen Variante des Coronavirus zu verlangsamen. Die Gesundheitsämter seien informiert worden, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand.

Das NRW-Kabinett wollte am Mittwochvormittag über strengere Auflagen im bevölkerungsreichsten Bundesland beraten. Im Anschluss kommt der Landtag um 13 Uhr auf Antrag der Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen zu einer Sondersitzung zusammen. Umgesetzt werden sollen die neuen Regelungen nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als "besorgniserregend" eingestuft.

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Titelfoto: Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa

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