"Überzogen": Kritik an kostspieligem Abschiedsgeschenk für Düsseldorfs Ex-OB

Düsseldorf - Ein kostspieliges Abschiedsgeschenk für den abgewählten Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (57, SPD) sorgt für Kritik des Bundes der Steuerzahler NRW.

Der Bund der Steuerzahler NRW kritisiert das hochpreisige Abschiedsgeschenk für den abgewählten Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (57, SPD).
Der Bund der Steuerzahler NRW kritisiert das hochpreisige Abschiedsgeschenk für den abgewählten Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (57, SPD).  © Marcel Kusch/dpa

Der neue OB Stephan Keller (50, CDU) übergab Geisel ein Rennrad, das sich die Stadt rund 3500 Euro kosten ließ. 

Das bestätigte ein Sprecher gegenüber der Rheinischen Post.

Eine Sprecherin des Steuerzahler-Bundes sagte dem Blatt: "Ein Geschenk für Tausende Euro halten wir für überzogen." 

Die Stadt verteidigte das Präsent als angemessene Würdigung für Geisels Verdienste. 

Sowohl Geisel als auch Keller sind leidenschaftliche Sportler. Geisel vor allem als Marathonläufer, Keller auf dem Rad.

Wegen teurer Präsente - allerdings während seiner Amtszeit - war Geisels Vorgänger Dirk Elbers (60, CDU) sogar unter Korruptionsverdacht geraten. 

Elbers zahlte 2013 eine Geldauflage von 10.000 Euro zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens. 

Damals ging es unter anderem um mehrere Kisten Champagner, die vom damaligen Chef einer städtischen Tochter ins Rathaus geschickt worden waren.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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