Vor Publikum: Festival "Theater der Welt" startet in Düsseldorf

Düsseldorf - Ein Flugzeug vor dem Schauspielhaus, Sirenen-Gesang aus Australien und eine Live-Übertragung aus Kapstadt: Das internationale Festival "Theater der Welt" startet am Donnerstag in Düsseldorf. Bis zum 4. Juli wird das Festival überwiegend vor Publikum aufgeführt.

Teile eines ausrangierten und zerlegten Transportflugzeugs der Bundeswehr dienen vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus als spektakuläre Kulisse.
Teile eines ausrangierten und zerlegten Transportflugzeugs der Bundeswehr dienen vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus als spektakuläre Kulisse.  © Marcel Kusch/dpa

Beteiligt sind rund 350 Künstler aus fünf Kontinenten. Nach Angaben der Organisatoren werden 24 internationale Produktionen, darunter 6 Uraufführungen präsentiert.

34 Vorstellungen sind live vor Publikum in verschiedenen Sälen in Düsseldorf sowie unter freiem Himmel geplant. Die meisten Publikumsaufführungen werden zudem auch digital übertragen.

Zur Eröffnung am Donnerstag wird die Uraufführung des Stücks "Leben und Zeit des Michael K." nach dem gleichnamigen Roman von J. M. Coetzee live aus Kapstadt in das Schauspielhaus übertragen.

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Als spektakuläre Kulisse dienen draußen Teile eines ausrangierten und zerlegten Transportflugzeugs der Bundeswehr. Die Installation stammt von der Berliner Künstlergruppe Raumlabor.

An jedem der 18 Festival-Tage wird sich am späten Nachmittag die sechsminütige Klanginstallation "Siren Song" über Düsseldorfs Innenstadt legen.

Das Kunstwerk mit dem Gesang indigener Frauen aus fünf Kontinenten wurde von einem australischen Künstler-Kollektiv entwickelt.

Festival bietet 2021 ein großes Afrika-Programm

Das Festival hat zudem ein großes Afrika-Programm und beschäftigt sich mit Kolonialismus und Dekolonialisierung. Auf dem Programm steht auch die Uraufführung von Sibylle Bergs Roman "GRM Brainfuck" über Jugendliche im Post-Brexit-Großbritannien.

"Theater der Welt" wird seit 1981 etwa alle drei Jahre jedes Mal in einer anderen deutschen Stadt unter wechselnder Leitung organisiert. Dieses Jahr wird das Festival vom Düsseldorfer Schauspielhaus veranstaltet.

Das Land NRW, die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Bund trugen zur Finanzierung je eine Million Euro bei. Weitere zwei Millionen Euro wurden eingeworben.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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