Taschen und Co. aus alten Klamotten: Annaberger Schülerfirma erobert die Modebranche

Annaberg-Buchholz - Am Dienstag ist der Tag der Entscheidung: "Upbag" aus Annaberg-Buchholz könnte beim Junior Bundeswettbewerb zur besten Schülerfirma Deutschlands gekürt werden. Die zwölf Mädchen und Jungen des Annaberger Gymnasiums St. Annen stellen aus Altkleidern Bauch- und Kosmetiktaschen, Jeansbeutel oder Federmappen her.

Stephanie Veith (17, l.) und Emely Flöhrer (17) präsentieren die Produkte ihrer Schülerfirma "Upbag".
Stephanie Veith (17, l.) und Emely Flöhrer (17) präsentieren die Produkte ihrer Schülerfirma "Upbag".  © Maik Börner

Damit konnten sie die Jury bereits im Mai beim Landeswettbewerb überzeugen. "Wir hatten nicht damit gerechnet und sind sehr stolz darauf", sagt Vorstand Marielle Germann (18). "Beim Bundeswettbewerb rechnen wir uns gute Chancen aus, aber auch die anderen 16 Schülerfirmen aus Deutschland haben tolle Ideen."

Die Idee von "Upbag" war ursprünglich, umweltfreundliche Produkte aus alten Schulkarten herzustellen, später spezialisierte sich das Team auf Altkleider. Außerdem bedruckt "Upbag" T-Shirts aus 100 Prozent Bio-Baumwolle mit individuellen Motiven.

"Nachhaltigkeit ist uns allen sehr wichtig, wir beschäftigen uns damit viel im Privaten", so Marielle.

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Im Schulfach "Fit 4 Job" bauten die Elftklässler Abteilungen für Verwaltung, Finanzen, Marketing und die Produktion auf. Arbeitsteilung wird vor allem in der Produktion großgeschrieben. Diejenigen, die nicht nähen können, schneiden zum Beispiel Stoffteile zu.

Diese stylischen Federmappen wurden aus altem Jeansstoff hergestellt.
Diese stylischen Federmappen wurden aus altem Jeansstoff hergestellt.  © Maik Börner
Marielle Germann (18) vom Vorstand hält einen "Upbag"- Jeansbeutel in den Händen.
Marielle Germann (18) vom Vorstand hält einen "Upbag"- Jeansbeutel in den Händen.  © Maik Börner

Die Produkte gibt es im Online-Shop unter www.upbag.de zu kaufen. "Wir hatten bereits einen Auftrag aus Amerika und haben schon Gewinn gemacht", freut sich Marielle.

Titelfoto: Maik Börner

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