Blitzgewitter über dem Erzgebirge erhellt Nachthimmel

Erzgebirge - Am Dienstag sind wieder eine Reihe von Unwettern über Südwestsachsen hinweggezogen. Starkregen setzte Straßen unter Wasser und Hagel ließ Wiesen kurzzeitig winterlich weiß wirken. Am Abend gab es dann weitere Gewitter.

Ein Blitz entlädt sich am Dienstagabend über Annaberg-Buchholz.
Ein Blitz entlädt sich am Dienstagabend über Annaberg-Buchholz.  © Bernd März

Unzählige Blitze erhellten am Dienstag gegen 22 Uhr den Himmel über dem Erzgebirge. Die Gewitterfront kam vom Landkreis Zwickau gezogen. Unterwegs entluden sich Blitze mit Stärken von teilweise mehr als 30 Kiloampere, wie kurz nach 21 Uhr ein Blitz bei Lößnitz mit 33 Kiloampere, der als starker Knaller eingestuft wird.

Im deutschlandweiten Blitzatlas liegt das Erzgebirge übrigens nur auf Platz 342 mit 2541 Erdblitzen 2019 und einer Blitzdichte von 1,39. 

Am Dienstagnachmittag hatte ein schweres Gewitter Chemnitz getroffen und vor allem in den westlichen Stadtteilen Straßen unter Wasser gesetzt. Die CVAG musste kurzzeitig die Linie 43 umleiten, weil es im Bereich des Siegmarer Bahnhofs zu Überschwemmungen gekommen war. 

Am Mittwoch gibt es erstmal eine Pause von den starken Gewittern. Am Vormittag sind zwar noch vereinzelt kurze Schauer möglich, aber die Bewölkung soll im Laufe des Tages immer weiter zurückgehen. 

Die Temperaturen klettern dabei auf maximal 25 bis 28 Grad. 

Am Wochenende kommt der Hochsommer zurück

Nach einem Starkregenschauer stand am Dienstag in Chemnitz die Limbacher Straße unter Wasser.
Nach einem Starkregenschauer stand am Dienstag in Chemnitz die Limbacher Straße unter Wasser.  © Kristin Schmidt

Zum Wochenende hin soll es laut Deutschem Wetterdienst wieder hochsommerlich warm werden, mit Temperaturen bis zu 35 Grad.

In den vergangenen Tagen war es immer wieder zu heftigen Gewittern im Erzgebirge, Mittelsachsen und im Landkreis Zwickau gekommen.

Am Montag setzte eine Gewitterzelle mit Starkregen und Sturmböen bis zu 70 km/h die Autobahnen unter Wasser. Die Polizei warnte vor Aquaplaning auf der A72 und der A4, in Aue stand die Bahnhofstraße komplett unter Wasser und in Oberlungwitz musste die Feuerwehr eine Schlammlawine beseitigen (TAG24 berichtete).

Vor einer Woche stand Auerswalde nach einem Unwetter unter Wasser.

Titelfoto: Bernd März

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