Annaberg sagt traditionellen Weihnachtsmarkt ab

Annaberg-Buchholz - Der beliebte Annaberger Weihnachtsmarkt fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Am Donnerstag hat der Stadtrat der Bergstadt die Absage beschlossen.

So kennen und so lieben die Besucher den Annaberger Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr bleibt der Marktplatz leer.
So kennen und so lieben die Besucher den Annaberger Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr bleibt der Marktplatz leer.  © PR/Dirk Rückschloss

In Annaberg herrscht großes Bedauern über die Absage, aber aufgrund der aktuellen Lage könne man keine andere Entscheidung treffen. Man habe sowohl die Verantwortung gegenüber den Einwohnern als auch den Gästen.

"Die Grundlage dafür bildet die bestehende Infektionslage, die Corona-Schutz-Verordnung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 22. Oktober 2020, die Allgemeinverfügung des Erzgebirgskreises vom 23. Oktober 2020 und der gestrige Regierungsbeschluss zum Teillockdown", teilte die Stadt mit. 

Der Erzgebirgskreis gilt seit Mitte Oktober als Corona-Risikogebiet (TAG24 berichtete). Noch immer steigt der 7-Tage-Inzidenz-Wert an und liegt am Freitag laut aktueller Angaben vom Robert Koch Institut bei 212,9.

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Die Annaberger müssen aber nicht komplett auf Weihnachtsflair in ihrer Stadt verzichten. Die Stadtverwaltung wolle die ganze Stadt als "Weihnachtsberg" erlebbar gestalten.

"Das soll trotz vieler Einschränkungen durch die Corona-Pandemie durch die Illumination der Innenstadt, das Aufstellen des Weihnachtsbaumes und der großen Marktpyramide sowie traditioneller Weihnachtsmusik vom Balkon des Rathauses - täglich gespielt vom Bläserquartett des Bergmusikkorps 'Frisch Glück' - geschehen", so ein Stadtsprecher.

Oberbürgermeister meldet sich in Live-Stream zu Wort

In Chemnitz steht die Entscheidung noch aus, ob und wie ein Weihnachtsmarkt stattfindet.
In Chemnitz steht die Entscheidung noch aus, ob und wie ein Weihnachtsmarkt stattfindet.  © Uwe Meinhold

Über weitere kulturelle Angebote wolle Annaberg nach Ablauf des Teillockdowns nach dem 30. November entscheiden. So lange es Witterung und Corona erlauben, soll der Wochenmarkt weiterhin stattfinden.

Am Freitagabend um 18 Uhr will sich Annabergs Oberbürgermeister Rolf Schmidt (60, FWG) in einem Live-Stream bei Facebook und YouTube zu der Absage zu Wort melden.

Während Annaberg ebenso wie Plauen schon Nägel mit Köpfen gemacht hat, steht die Entscheidung, ob ein Weihnachtsmarkt stattfinden soll, in vielen anderen Städten noch aus. In Chemnitz war in der vergangenen Woche schon eine Absage im Gespräch, die endgültige Entscheidung wurde aber vertagt. Auch in Dresden wird geprüft, welches weihnachtliche Geschehen nach den Beschlüssen von Bund und Ländern im Dezember denkbar wäre.

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Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) sagte dazu: "Der Striezelmarkt kann im November in seiner neu geplanten Form nicht stattfinden." Trotzdem soll am Samstag die Fichte auf dem Altmarkt errichtet werden. "Der diesjährige Striezelmarkt ist durch die Corona-Pandemie von zahlreichen Veränderungen und auch Unwägbarkeiten geprägt. Aber der Baum bleibt die unumstößliche Konstante unserer städtischen Advents- und Weihnachtstradition", so Hilbert.

Titelfoto: PR/Dirk Rückschloss

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