Besonderes Projekt im Erzgebirge: Über 100 Jahre altes Eingangstor wird restauriert

Aue-Bad-Schlema - Diese Restauration hat es in sich! Rund drei Tonnen Eisen wollen wieder in Schuss gebracht werden. Für die Firma Metallbau Mehlhorn ist der Auftrag zur Wiederherstellung des Eingangstores der alten Besteckfabrik Wellner ein echtes Highlight.

Das Wellner-Tor wurde bei der Metallbaufirma Mehlhorn in seine Einzelteile zerlegt. Metallbauer Markus Köhler (34) bohrt an einem Teilstück.
Das Wellner-Tor wurde bei der Metallbaufirma Mehlhorn in seine Einzelteile zerlegt. Metallbauer Markus Köhler (34) bohrt an einem Teilstück.  © Uwe Meinhold

"So ein besonderes Stück restaurieren wir vielleicht alle drei Jahre", sagt Firmenchef Andreas Mehlhorn (35). Das 3,5 x 4 Meter große Tor soll mit seinen vielen Zierelementen denkmalgerecht und originalgetreu aufgearbeitet werden. 

Eine Riesenaufgabe: "So ein Tor hat einen Mehrschichten-Aufbau. Man kann nie im Detail vorhersehen, was auf einen zukommt." Besonders im unteren Teil habe die Korrosion zugeschlagen. Daran seien vor allem Straßensalze schuld. 

Auch das Innenleben sei eine echte Herausforderung: "Es gibt viele verdeckte Schäden. Einige Elemente müssen wir nachbauen." Ende des Jahres soll die Restauration des mehr als 100 Jahre alten Gründerzeit-Tores abgeschlossen sein. Die Kosten könnten von 60.000 auf bis zu 90.000 Euro steigen.

Die Finanzierung erfolgt im Zuge der Sanierung des Wellner-Areals und wird in Teilen durch das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" gefördert. 

Das über 100 Jahre alte Tor ist mit zahlreichen Verzierungen bestückt.
Das über 100 Jahre alte Tor ist mit zahlreichen Verzierungen bestückt.  © Uwe Meinhold
Bereits 4 Mio. Euro hat die Stadt Aue-Bad Schlema in die Sanierung der Wellner-Werke gesteckt.
Bereits 4 Mio. Euro hat die Stadt Aue-Bad Schlema in die Sanierung der Wellner-Werke gesteckt.  © Uwe Meinhold
Die 1854 in Aue gegründete Firma Wellner war ein Großproduzent von Bestecken und Tafelgeschirr.
Die 1854 in Aue gegründete Firma Wellner war ein Großproduzent von Bestecken und Tafelgeschirr.  © DPA/Wolfgang Thieme

Seit Ende 2016 flossen 4 Mio. Euro. Vor allem das markante Hauptgebäude mit Glockenturm soll nach vielen Abrissen erhalten bleiben. Nach Fertigstellung 2021 hofft die Stadt auf Investoren.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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