Erzgebirge: Mutmaßlicher Einbrecher landet im Fluss

Aue-Bad Schlema - Kurioser Einsatz in Aue! In der Nacht zu Dienstag musste die Feuerwehr einen mutmaßlichen Einbrecher aus der Mulde holen.

Die Feuerwehr holte den mutmaßlichen Einbrecher und zwei Polizisten mit einer Drehleiter aus der Mulde.
Die Feuerwehr holte den mutmaßlichen Einbrecher und zwei Polizisten mit einer Drehleiter aus der Mulde.  © Niko Mutschmann

Gegen 23.35 Uhr wollten am Postplatz in Aue drei Tatverdächtige in ein Geschäft einbrechen.

Die Polizei konnte in der Nähe zwei der mutmaßlichen Einbrecher schnappen und in  Gewahrsam nehmen.

Der dritte wurde von zwei Polizisten in der Mulde festgenommen. Die Feuerwehr musste anrücken und alle drei mit einer Drehleiter aus dem Fluss holen.

Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes musste die B101/Schneeberger Straße voll gesperrt werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Update, 9 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, sprang der mutmaßliche Einbrecher bei seiner Flucht in die Mulde. 

Eine Zeugin alarmierte die Polizei, weil sie  zwei Personen an der Tür des Geschäfts gesehen hatte, die offenbar versuchten, dort einzubrechen. 

Polizisten konnten in unmittelbarer Nähe des Ladens zwei Männer (19/libysche Staatsangehörigkeit und 20/irakische Staatsangehörigkeit) stellen und kontrollierten die beiden.

Zur gleichen Zeit prüften zwei weitere Polizisten den Laden. Dort war die Tür aufgebrochen und es befanden sich noch drei Männer in dem Geschäft. Sie wehrten sich gewaltsam gegen eine Festnahme und versuchten zu flüchten. 

"Einen 18-Jährigen und einen 28-Jährigen (beide libysche Staatsangehörige) konnten die Beamten überwältigen. Ein Polizeibeamter erlitt bei den Widerstandshandlungen leichte Verletzungen", so die Polizei weiter.

Der dritte Tatverdächtige konnte ebenso flüchten wie die beiden zuvor Kontrollierten (19, 20). 

Doch die Polizei nahm den unbekannten Tatverdächtige nach einer kurzen Verfolgung fest. Der 18-jährige Libyer war an der nahegelegenen Schulbrücke über die Brüstung mehrere Meter in die Tiefe gesprungen, lief durch das Flussbett und wollte sich offenbar verstecken. 

Die Feuerwehr holte ihn dann an der "Schieck-Brücke" aus der Zwickauer Mulde. Er wurde wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei ermittelt nun gegen das Quintett wegen des Verdachts des Einbruchs. Die drei Festgenommenen befinden sich aktuell noch in Polizeigewahrsam. 

Titelfoto: Niko Mutschmann

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0