Brandbrief an den MP Kretschmer! Kantinenbetreiber will nicht schließen

Annaberg-Buchholz - Der noch härtere Lockdown trifft nun auch Betriebskantinen, denn diese sollen nach den neuesten Beschlüssen ebenfalls schließen. Der Erzgebirger Norman Pörschke will das nicht so hinnehmen und wendet sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU).

Norman Pöschke kämpft für die Öffnung seiner Kantine.
Norman Pöschke kämpft für die Öffnung seiner Kantine.  © Sven Gleisberg

Täglich strömten Hunderte Arbeiter von 7 bis 14 Uhr in "Pörschi's Kantine" in Annaberg-Buchholz oder Chemnitz. Die Zeiten sind vorerst vorbei. Essen darf nur noch abgeholt und nicht mehr vor Ort verzehrt werden.

Betreiber Norman Pörschke hält diese Entscheidung für falsch. "Wir haben alle Verordnungen bis ins kleinste Detail umgesetzt, unsere Türklinken sind wohl die saubersten im ganzen Gebäude! Viel gefährlicher ist es, wenn die Kunden ihre Essen in stickigen Büros oder Pausenräumen verzehren."

In einem offenen Brief bittet Pörschke deshalb auf Facebook darum, die Schließungen der Betriebskantinen zu überdenken. "Unsere Speisesäle sind kein Ort der Verbreitung des Coronavirus."

Der Erzgebirger bringt einen Korb voller frischem Gemüse in die Küche.
Der Erzgebirger bringt einen Korb voller frischem Gemüse in die Küche.  © Sven Gleisberg

Um den finanziellen Aspekt geht es dem Unternehmer nach eigenen Aussagen nicht. "Es gibt so viele Tage, an denen sich der Betrieb der Kantinen nicht rentiert. Aber all die, die weiterhin zur Arbeit fahren und systemrelevante Aufgaben übernehmen, haben ein gutes Essen verdient."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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