Brandbrief mitten im Wahlkampf: Annabergs Ex-Stadtsprecher feuert gegen CDU-Kandidaten

Annaberg-Buchholz - Mitten im Wahlkampf geht der ehemalige Stadtsprecher von Annaberg-Buchholz, Matthias Förster (64), in einem offenen Brief auf den CDU-Bundestagsabgeordneten des Erzgebirgskreises, Alexander Krauß (45), los.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß (45) lud seinen Kritiker zum Gespräch ein.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß (45) lud seinen Kritiker zum Gespräch ein.  © Uwe Meinhold

"Herr Krauß hat vier Jahre lang Zeit gehabt, etwas zu bewegen, aber ich spüre nichts davon. Ich bin enttäuscht, deshalb habe ich diese Form gewählt", sagt Förster, der selbst bis vor drei Jahren der CDU angehörte.

Zu den Hauptkritikpunkten des Stadtsprechers im Ruhestand gehören "Ungleichbehandlung und Privilegien bestimmter Schichten" in der Rentenpolitik, die Absage an eine Vermögenssteuer, "obwohl selbst zahlreiche Wirtschaftsforscher und viele reiche Bürger diese befürworten".

Außerdem die Corona-Politik, die "Discounter bevorzugte, während kleine Läden schließen mussten" und "mangelnde Förderung des ländlichen Raums".

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Förster wünscht sich eine öffentliche Talkrunde über seine Kritikpunkte.

Annabergs Ex-Stadtsprecher Matthias Förster (64) verfasste einen offenen Brief mit Politik-Kritik.
Annabergs Ex-Stadtsprecher Matthias Förster (64) verfasste einen offenen Brief mit Politik-Kritik.  © Sven Gleisberg

Alexander Krauß reagierte am Montag mit einer Einladung: "Für jede Frage und Anregung bin ich sehr dankbar! Wenn Herr Förster Lust und Zeit hat, kann er am Donnerstag zu einem Wahlforum des DGB Erzgebirge kommen, wo mit Sicherheit über das Thema Rente und anderes diskutiert wird."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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