Corona-Demo in Zwönitz: Erneut Polizisten verletzt!

Zwönitz/Freiberg - In Freiberg und Zwönitz fanden am Montagabend Demos statt. Bei dem "Spaziergang" in Zwönitz wurden drei Polizisten verletzt.

Polizisten bildeten in Zwönitz eine Barriere, um die Personalien der Teilnehmer aufzunehmen.
Polizisten bildeten in Zwönitz eine Barriere, um die Personalien der Teilnehmer aufzunehmen.  © Niko Mutschmann

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, trafen sich in Chemnitz, im Landkreis Mittelsachsen und im Erzgebirgskreis mehrere hundert Menschen an mindestens 18 Orten - vorrangig, um ihren Unmut über die coronabedingten Beschränkungen und damit einhergehende politische Entscheidungen zum Ausdruck zu bringen.

In Freiberg waren etwas mehr als 100 Beamte ab etwa 17 Uhr im Bereich des Albertparks und später in der Innenstadt im Einsatz.

Es wurden zwei angezeigte Versammlungen mit insgesamt zehn Teilnehmern abgesichert.

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Ab etwa 17.40 Uhr kamen mehrere Personen im Albertpark zusammen, die sich offenkundig für einen "Spaziergang" versammelten. Sie wurden von der Polizei auf die Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung hingewiesen.

Wenig später waren Einzelpersonen und kleinere Gruppen in Richtung Chemnitzer Straße unterwegs, wo immer mehr Personen aus dem Umfeld dazu kamen und über die Karl-Kegel-Straße, die Berthelsdorfer Straße, die Lange Straße, Bahnhofstraße und die Schillerstraße auf den Fußwegen zurück zum Albertpark liefen.

Es waren maximal 650 Teilnehmer bei dem "Spaziergang" dabei. Die Mindestabstände wurden hier laut Polizei weitestgehend eingehalten. Gegen 19.45 Uhr lösten sich die Versammlungen auf.

Die Polizei ermittelt gegen einen Teilnehmer, da er einen Polizisten beleidigt hatte.

Drei Polizisten bei Corona-Demo in Zwönitz verletzt

Drei Polizisten wurden in Zwönitz verletzt (Symbolbild).
Drei Polizisten wurden in Zwönitz verletzt (Symbolbild).  © dpa/Lino Mirgeler

Gegen 18.30 Uhr versammelten sich auf dem Zwönitzer Marktplatz etwa 30 Personen, die durch Einsatzkräfte auf die Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung hingewiesen wurden.

Etwa eine halbe Stunde später waren bereits 300 Menschen auf dem Markt. Sie liefen als geschlossener Aufzug, ohne Einhaltung von Mindestabständen, in Richtung Heinrich-Heine-Straße los.

Gegen 19.15 Uhr stoppten Polizisten den verbotenen Aufzug in der Breite Straße. Daraufhin versuchten etwa 50 Menschen, die Polizeikette gewaltsam zu durchbrechen; Polizisten mussten Pfefferspray einsetzen.

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"Eine Person griff zudem einen Polizisten aus der Gruppe heraus an. Nachdem sich Lage etwas beruhigt hatte, nahmen die Einsatzkräfte die Personalien der Teilnehmer des Aufzuges auf. Parallel dazu beobachteten weitere Beamte rund 25 Personen in der Schillerstraße, die über die Franz-Schubert-Straße zum Marktplatz liefen. Dort kontrollierten die Polizisten diese Gruppe, wobei einer von ihnen auf einen Beamten einschlug und sich ein anderer der Identitätsfeststellung massiv widersetzte", so die Polizei weiter.

Drei Polizisten (22, 24, 27) wurden während des Einsatzes leicht verletzt. Aktuell liegen der Polizei keine verlässlichen Angaben zu möglicherweise verletzten Teilnehmern des Aufzuges vor.

186 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung wurden angezeigt. Vier Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.

Unter den aufgenommenen 186 Personalien wohnten nur 47 Personen in Zwönitz bzw. in Zwönitzer Ortsteilen. Der Rest kam aus anderen Erzgebirgsstädten und -gemeinden, aus Chemnitz, Zwickau und dem dazugehörigen Landkreis, dem Vogtlandkreis, dem Landkreis Mittelsachsen, Leipzig sowie Thüringen.

Bis gegen 23.30 Uhr waren in Zwönitz etwa 100 Beamte im Einsatz.

Erst vor einer Woche eskalierte eine Demo in Zwönitz. Dabei gab es ebenso mehrere verletzte Polizisten.

Titelfoto: Niko Mutschmann

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