Hitze und Trockenheit machen Talsperren zu Schaffen

Erzgebirge - Blauer Himmel, Sonne satt und richtig warm: Der Samstag war ein Sommertag, wie er im Bilderbuch steht. Doch Hitze und Trockenheit haben auch ihre Schattenseiten.

Hunderte Besucher suchten am Samstag Abkühlung im Greifenbachstauweiher.
Hunderte Besucher suchten am Samstag Abkühlung im Greifenbachstauweiher.  © André März

Mit Ausnahme weniger Orte, stiegen die Temperaturen am Samstag in ganz Sachsen weit über 30 Grad. In Zwickau waren es am Nachmittag, laut Kachelmannwetter, sogar mehr als 40 Grad. Auch in den kommenden Tagen wird es so heiß bleiben.

Bei der Hitze zog es hunderte Ausflügler raus in die Natur, auf der Suche nach Schatten und Abkühlung. Am Greifenbachstauweiher tummelten sich die Besucher, fast alle Parkplätze waren belegt.

Des einen Freud, des anderen Leid: An der Talsperre Cranzahl im Sehmatal, die den Raum Annaberg versorgt, sieht es dagegen traurig aus. Die Talsperre hat mittlerweile so wenig Wasser, dass sie mit Pumpen versorgt werden muss. Laut Landestalsperrenverwaltung führt die Talsperre aktuell nur knapp 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser (Stand: 9. August, 7.20 Uhr). Das entspricht einem Füllstand von rund 60 Prozent. Ergiebige Regenfälle sind derzeit nicht in Sicht. 

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Um den Wasserstand wieder zu erhöhen, wird unter anderem Wasser aus der Weißen Sehma an der Vierenstraße in Neudorf in den Talsperrengraben gepumpt. Dazu wurde ein künstlicher Damm geschaffen. Zudem wurde eine Wasserleitung durch den Wald verlegt. Auf diese Weise sollen wieder insgesamt 2,85 Millionen Kubikmeter Wasser in die Talsperre kommen.

Mit Hilfe von Pumpen soll der Wasserstand der Talsperre erhöht werden.
Mit Hilfe von Pumpen soll der Wasserstand der Talsperre erhöht werden.  © André März
Der Füllstand der Talsperre Cranzahl liegt aktuell bei rund 60 Prozent.
Der Füllstand der Talsperre Cranzahl liegt aktuell bei rund 60 Prozent.  © André März

Bereits im Frühjahr wurde aus einem nahegelegenen Bergwerk Wasser in die Talsperre Cranzahl gepumpt (TAG24 berichtete).

Titelfoto: André März

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