Digitaler geht's kaum! Neukirchen smarter als je zuvor

Neukirchen - Alles neu in Neukirchen! Bürger, die mit Rathaus-Mitarbeitern chatten, ein Elektrobus im Ortsverkehr, Sensoren, die anzeigen, ob öffentliche Müllkübel geleert oder Blumenrabatte gegossen werden müssen. Die Gemeinde am Chemnitzer Stadtrand will zu den "Smart Cities" gehören.

Bürgermeister Sascha Thamm (35) will Neukirchen zur digitalen Modell-Kommune machen.
Bürgermeister Sascha Thamm (35) will Neukirchen zur digitalen Modell-Kommune machen.  © Georg Ulrich Dostmann

Bürgermeister Sascha Thamm (35) hat nach dem Start der Bürger-App im vorigen Herbst die Weichen für die digitale Umgestaltung der Ortschaft gestellt, ließ dafür ein Konzept rund um Bürger-Information, Mobilität und Umwelt entwickeln:

"Wir haben uns als Modellkommune beworben, um zukunftsfähiger zu werden. Wir wollen ein Leuchtturm der Digitalisierung am Rand von Chemnitz sein."

So soll beispielsweise der Informationsfluss zwischen Rathaus und Bürgern unkomplizierter werden: "Die Bürger sollen sehen, welche Mitarbeiter im Dienst sind", so Thamm.

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"Weiterhin wird eine Chatfunktion zu allen Ämtern zur Verfügung stehen, um in Echtzeit zu kommunizieren." Mit digitaler Hilfe sollen Neukirchner auch mobiler werden, etwa mit Sharing-Modellen für Autos und Roller oder Ruf-Taxis.

Wer ist im Rathaus anwesend? Neukirchner sollen darüber dank digitaler Neuerungen bald jederzeit Bescheid wissen.
Wer ist im Rathaus anwesend? Neukirchner sollen darüber dank digitaler Neuerungen bald jederzeit Bescheid wissen.  © Ralph Kunz

Die Kosten für das anvisierte Modellprojekt liegen bei rund 9,3 Millionen Euro. Bekommt Neukirchen im Sommer den Zuschlag für das Bundesförderprogramm "Smart Cities", würden 65 Prozent der Kosten gefördert.

Titelfoto: Georg Ulrich Dostmann

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