Zwischen den Planeten wandeln: Handwerker machen Erde, Jupiter und Mars mobil

Drebach - In unserem Sonnensystem sah es aus wie bei Hempels unterm Sofa: Erde verschrammt, Jupiter und Pluto ohne Farbe und auch der Mars hatte keine Energie mehr. Die Gemeinde Drebach im Erzgebirge schickte deshalb eine Planetenausbesserungsfirma los, um die Schäden zu beheben ...

Die moderne Technik im Planetarium bleibt vorerst weiter aus.
Die moderne Technik im Planetarium bleibt vorerst weiter aus.  © Uwe Meinhold

Zum Glück mussten die Helfer nicht erst umständlich ins All fliegen. Der Planetenwanderweg am Planetarium war deutlich günstiger zu erreichen. 

Hier brachten die Handwerker aus Sosa die Modelle und Schautafeln in Ordnung. Eine wichtige Aufgabe, sagt Planetariums-Chef Jens Kandler (47): "Unser Planetenwanderweg zwischen Ehrenfriedersdorf und Drebach gehört zu den wenigen Kulturangeboten, die während der Corona-Krise geöffnet sind."

Die Besucher erfahren auf 5,6 Kilometern alles über unsere Sonne, die acht Planeten von Merkur bis Neptun plus Zwergplanet Pluto. Im Maßstab 1:1 Milliarde erleben die Besucher die Größenverhältnisse vor unserer Haustür. 

Während die Sonne 1,40 Meter groß ist, bringt es Pluto gerade mal auf drei Millimeter.

Exakt im Maßstab sind ebenso die Abstände zwischen den Himmelskörpern. Für Spaziergänger ist es von der Sonne über Merkur und Venus bis zur Erde nur ein 150-Meter-Katzensprung. Von Uranus bis Neptun ist die Strecke dagegen 1 627 Meter lang.

Wegen Corona geschlossen: Das Planetarium samt Sternwarte in Drebach hat noch keinen Öffnungstermin.
Wegen Corona geschlossen: Das Planetarium samt Sternwarte in Drebach hat noch keinen Öffnungstermin.  © Uwe Meinhold
Jens Kandler (47) am frisch sanierten Hinweisschild für den Jupiter.
Jens Kandler (47) am frisch sanierten Hinweisschild für den Jupiter.  © Uwe Meinhold

Wann das Planetarium samt Sternwarte wieder öffnen darf, weiß Jens Kandler noch nicht. "Ab Mai ist erst mal Kurzarbeit angesagt." Auch ein Besuch von DDR-Winnetou Gojko Mitić wurde abgesagt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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