So schön strahlte der Supermond über Sachsen

Sachsen - Derzeit kann man wieder ein spektakuläres Himmelsereignis erleben: Ein "Supervollmond" erhellt den Nachthimmel vom Vogtland über das Erzgebirge bis nach Ostsachsen. Diesen Anblick gibt es nur recht selten zu bestaunen.

Der Supermond über dem Scheibenberg im Erzgebirge.
Der Supermond über dem Scheibenberg im Erzgebirge.  © Uwe Meinhold

Der Mond ist zur Zeit "nur" rund 356.900 Kilometer von der Erde entfernt und erscheint deshalb größer als gewöhnlich. Die komplette Vollmondphase wurde dabei am Mittwochmorgen gegen 4.35 Uhr erreicht. Aber auch schon am Dienstagabend schien der Mond spektakulär vom wolkenlosen Himmel.

Wer das Ereignis verpasst hat, muss nicht traurig sein, denn am Mittwochabend gibt es noch eine Chance, den Vollmond in seiner ganzen Pracht zu erleben. Der gesamte Abend und auch die Nacht sollen wolkenlos und klar werden.

In diesem Jahr wird es keinen weiteren Supermond mehr geben. Ähnlich nah kommt der Mond der Erde erst wieder am 5. November 2025. Doch schon im Mai 2021 ist der Mond mit 357.000 Kilometer sehr nah an unserem Planeten dran, allerdings um die Mittagszeit. 

Am 13. Juli 2022 gibt es dann wieder abends einen ähnlich nahen Supermond.

Wieso ist der Mond der Erde manchmal näher als in anderen Vollmondphasen?

Auch in Westsachsen hatte man einen guten Blick auf den Supermond, wie hier bei Mülsen.
Auch in Westsachsen hatte man einen guten Blick auf den Supermond, wie hier bei Mülsen.  © Ralph Köhler

Der Erdtrabant bewegt sich in einer Elipsenform um unseren Planeten und ist deswegen nicht immer gleich weit von der Erde entfernt. Normalerweise beträgt die durchschnittliche Entfernung des Mondes zur Erde rund 382.900 Kilometer.

In der Astronomie gibt es den Begriff Supermond übrigens nicht, da es sich um eine optische Täuschung handelt, bei der der Mond aber bis zu 14 Prozent größer wirken kann. Besonders auffällig ist das, wenn man ihn nahe am Horizont oder im Vergleich zu Gebäuden oder Bäumen sieht (je nach Sehwinkel).

Und noch ein Phänomen rund um den Supervollmond: Obwohl er nicht heller scheint als gewöhnlich, erreicht uns doch 30 Prozent mehr Licht.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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