Frau verrät Bank-Tan am Telefon: 13.000 Euro weg

Eibenstock/Annaberg/Marienberg - Die Polizei warnt vor Telefon- und Wechselgeldbetrügereien, die derzeit vor allem im Erzgebirgskreis vorgekommen sind.

In Eibenstock hat eine Frau sensible Bankdaten verraten, nun fehlen 13.000 Euro. (Symbolbild)
In Eibenstock hat eine Frau sensible Bankdaten verraten, nun fehlen 13.000 Euro. (Symbolbild)  © rioblanco/123 RF

Wie die zuständige Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte sich eine angebliche Bankangestellte am 31. Juli bei einer Frau aus Eibenstock gemeldet. 

"Die Unbekannte informierte darüber, dass es ungewöhnliche Abbuchungen auf dem Konto gegeben habe und es vorsorglich gesperrt werde. Im weiteren Verlauf gelang es ihr, dass die Angerufene vertrauliche TAN-Nummern preisgab", so eine Polizeisprecherin. Später stellte die Frau fest, dass auf ihrem Konto 13.000 Euro fehlten, die mit den übermittelten Daten abgebucht wurden.

Die Polizei warnt eindringlich davor, am Telefon sensible Kontodaten wie PINs oder TANs und Kartennummern herauszugeben.

Im Zweifel sollte man selber Kontakt über offizielle/bekannte Rufnummern zu Bank aufnehmen, nicht mit Telefonnummern, die Anrufer angeben.

Auch mit dem Wechselgeldtrick wurde in den vergangene Tagen im Erzgebirge Geld ergaunern.

Der erste Fall ereignete sich gegen 14.15 Uhr in Marienberg. Laut Polizei erschien eine unbekannte Frau in einem Laden in der Kirchstraße und gab vor einen Artikel im Wert von einigen Euro kaufen zu wollen. Bezahlen wollte sie mit einem 200-Euro-Schein. Der Mitarbeiter in dem Geschäft wechselte das Geld. 

"Im weiteren Verlauf lenkte die Unbekannte den Mann ab und verließ schließlich das Geschäft, ohne etwas zu kaufen. Nur Augenblicke später wurde fest gestellt, dass aus dem Laden eine Tasche mit einigen hundert Euro Bargeld fehlte. Offenbar war es der Unbekannten gelungen, diese zu stehlen", so eine Sprecherin der Polizei Chemnitz.

Nur wenig später passierte ein ähnlicher Fall in Annaberg. 

Auch hier wollte eine Frau mit einem 200-Euro-Schein bezahlen, entschied sich dann um und verschwand. "Später stellte die Mitarbeiterin fest, dass aus ihrem privaten Portmonee Bargeld gestohlen wurde." In einem Laden in der Wolkensteiner Straße trat offenbar die selbe Frau mit der gleichen Masche auf. Die Verkäuferin ließ sich aber nicht täuschen.

Mehr Erfolg hatte eine angebliche Kundin in der Schönheider Straße in Eibenstock. Sie verschwand nicht nur mit ihrem eigenen 200-Euro-Schein, sondern auch mit dem Wechselgeld und der Ware. Einen weiteren Diebstahl gab es in Großrückerswalde.

Die mutmaßliche Täterin wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 1,60 Meter bis 1,70 Meter groß
  • dunkle, lange Haare
  • dunkler Teint
  • sprach gebrochen Deutsch
  • trug einen Hut beziehungsweise ein Basecap

Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt und sucht nach Zeugen sowie weiteren Geschädigten. 

Wer kann Angaben zu der beschriebenen Frau machen? Hinweise nehmen die Reviere in Annaberg (Telefon: 03733880), Marienberg (Telefon: 037356060) und Aue (Telefon: 03771120) entgegen.

In den vergangenen Tagen ist es sowohl in Chemnitz als auch in Zwickau zu mehreren Betrugsversuchen gekommen. Die Täter ergaunerten mehrere Tausend Euro Bargeld und Wertsachen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: rioblanco/123 RF

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0