Fast doppelt so schnell als erlaubt: Biker rast mit 130 Sachen durchs Erzgebirge

Wolkenstein/Hainichen - Die Polizei hat in den vergangenen Tagen auf der A4 und im Erzgebirge Geschwindigkeits- und Zweiradkontrollen durchgeführt.

Die Verkehrspolizei hat sowohl auf der A4 bei Hainichen als auch im Erzgebirge Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Einige Fahrer waren dabei doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. (Symbolbild)
Die Verkehrspolizei hat sowohl auf der A4 bei Hainichen als auch im Erzgebirge Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Einige Fahrer waren dabei doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. (Symbolbild)  © 123rf Michal Kalášek

Am vergangenen Samstag wurde ab 9.30 Uhr für etwa sechs Stunden auf der S222/Am Kalten Muff im Wolkentsteiner Ortsteil Falkenbach kontrolliert. Die Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz wurde dabei von Mitarbeitern des Landratsamtes Erzgebirge unterstützt.

In den sechs Stunden überschritten rund 100 Fahrer die erlaubten 70 km/h. "27 Fahrzeugführer lagen mit ihrer Überschreitung im Bußgeldbereich, gegen 23 wurde ein Verwarngeld erhoben. Insgesamt 16 Geschwindigkeitsüberschreitungen entfallen auf Krafträder", bilanzierte nun die Polizei.

Spitzenreiter war ein Suzuki-Fahrer, der mit 130 Sachen durch die Kontrollstelle rauschte. Den Biker (43) erwartet ein Bußgeld von 880 Euro und zwei Monate Fahrverbot.

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Der 43-Jährige ist aber nicht der einzige, der nach der Kontrolle am Samstag den Führerschein abgeben muss: Vier weitere Biker erwartet ein einmonatiges Fahrverbot.

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Doch die Polizei hatte nicht nur ein Auge auf der Geschwindigkeit, sondern auch auf der Lautstärke. Drei Autos und zwei Bikes fielen bei der Geräuschmessung durch, weil sie die im Fahrzeugschein eingetragenen dB-Werte deutlich überschritten. Dabei war ein Audi am lautesten, der auch noch dunkel lackierte Rückleuchten hatte. Auf den Fahrer (41) kommen nun ein Bußgeld von 300 Euro und ein Punkt in Flensburg dazu.

Wegen technischer Mängel wurde acht Fahrern die Weiterfahrt verboten.

Die Polizei hatte am Wochenende aber nicht nur im Erzgebirge ihre Messstelle aufgebaut, sondern auch an der A4, auf Höhe des Parkplatzes "Rossauer Wald". Dort wurde in beide Fahrtrichtung für etwa fünf Stunden kontrolliert. Insgesamt 18.056 Fahrzeuge passierten in der Zeit die derzeitige 80er-Zone. Mehr als 2900 Fahrer waren dabei zu schnell, 687 lagen sogar im Bußgeldbereich.

"Spitzenreiter am Samstag war ein Fahrzeug, das die Messstelle mit 174 km/h passierte, und am Sonntag ein Auto, das mit 159 km/h gemessen wurde. Für beide Überschreitungen dürften laut Bußgeldkatalog 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Verkehrszentralregister sowie drei Monate Fahrverbot zu Buche schlagen", so eine Polizeisprecherin.

Die Polizei hatte erst in der vergangenen Woche in dem A4-Bereich kontrolliert und dabei ebenfalls 600 Fahrer erwischt, die sich nicht an die erlaubten 80 km/h hielten (TAG24 berichtete).

Titelfoto: 123rf Michal Kalášek

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