Freiberg: Bergakademie ruft Ausbildung für Gästeführer ins Leben

Freiberg - Mit der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum Unesco-Weltkulturerbe wächst auch bei den Fremdenführern die Verantwortung. Deswegen will der Tourismusverband Erzgebirge eine eigene Gästeführer-Ausbildung ins Leben rufen.

Gästeführer sollen künftig eine Ausbildung durchlaufen, damit sie Besucher umfassend über die Montanregion aufklären können.
Gästeführer sollen künftig eine Ausbildung durchlaufen, damit sie Besucher umfassend über die Montanregion aufklären können.  © Wolfgang Thieme

Das Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) der TU Freiberg wurde beauftragt, ein Ausbildungsprogramm zu erarbeiten.

Nach erfolgreichem Abschluss der Seminare erhalten Welterbe-Gästeführer eine Zertifizierung. Laut Tourismusverband sollen noch Ende des Jahres die ersten Ausbildungsmodule erprobt werden.

Bei den Gästeführern kommt diese Weiterbildung gut an. "Wir haben das schon lange angeregt. Der Wissensstand von vor 20 Jahren ist nicht mehr mit dem von heute vergleichbar. Es gibt neue Erkenntnisse. Wir können uns dadurch auch besser vernetzen", sagt Kristin Baden-Walther (39) von der IG Stadt- und Gästeführer Annaberg-Buchholz.

Besonders wichtig sei, eine einheitliche Sprache zu sprechen, damit Touristen Hintergründe zur gesamten Montanregion vermittelt bekommen. "Das hebt unsere Arbeit auf ein höheres Niveau."

Kristin Baden-Walther (39), Vorsitzende der IG Stadt- und Gästeführer Annaberg-Buchholz.
Kristin Baden-Walther (39), Vorsitzende der IG Stadt- und Gästeführer Annaberg-Buchholz.  © PR/Judy Seidel/Tourist-Info Annaberg-Buchholz

Gästeführer können sich auf vielen Wegen zertifizieren lassen, unter anderem bei Tourist-Informationen. In Chemnitz kann ein IHK-Abschluss erlangt werden. Außerdem vergibt der Bundesverband der Gästeführer Zertifikate.

Titelfoto: PR/Judy Seidel/Tourist-Info Annaberg-Buchholz

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