Grausam! Meerschweinchen einfach in Biotonne entsorgt

Schneeberg - Wer macht nur so etwas? Im Erzgebirge wurden sieben Meerschweinchen einfach in einer Biotonne entsorgt!

So grausam wurden die Tiere entsorgt: In einer Tüte befanden sich sieben Meerschweine, die in ihren Exkrementen hockten.
So grausam wurden die Tiere entsorgt: In einer Tüte befanden sich sieben Meerschweine, die in ihren Exkrementen hockten.  © privat

Am Montagabend bemerkten Anwohner in der Glück-Auf-Straße in Schneeberg ein Quietschen, das aus einer Mülltonne kam. Darin befand sich ein Beutel, in dem sieben Meerschweinchen waren. Die armen Tiere saßen bereits in ihren Exkrementen!

Da stellt sich einem die Frage, wer ist denn so herzlos und entsorgt diese süßen Nager einfach in einer Biotonne?

Wie der Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e. V. auf Facebook mitteilt, sind zwei Weibchen bereits gestorben, ein Weibchen, ein Männchen und drei männliche Jungtiere überlebten.

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Die Meerschweine befinden sich jetzt in der Obhut des Vereins, der kaum Worte findet für diese schreckliche Tat: "Es macht einen immer wieder sprachlos, und es ist unfassbar. Hätten sie nicht gequietscht, wären sie irgendwann unter weiterem Müll begraben worden und erstickt. Wie verroht muss man sein? Es ist einfach nicht zu fassen."

Auch die jugendliche Finderin Jasmin ist total entsetzt: "Es war wirklich kein toller Anblick, die Tonne aufzumachen und eine ganze Meerschweinchen Familie zu sehen!... Sie wurden einfach ihrem Schicksal überlassen. Zum Glück haben wir sie gefunden. Sonst wüsste ich nicht, ob es noch mehr nicht geschafft hätten."

Eines der Weibchen ist offenbar trächtig.
Eines der Weibchen ist offenbar trächtig.  © Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e.V.
Die Meerschweine befinden sich jetzt in der Obhut des Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e.V..
Die Meerschweine befinden sich jetzt in der Obhut des Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e.V..  © Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e.V.

Eins der Weibchen ist offenbar schwanger

Wie Dr. Claudia Ruf, die Vorsitzende des Vereins, gegenüber TAG24 mitteilt, ist ein Weibchen höchstwahrscheinlich trächtig (nach dem Abtastbefund der Tierärztin): "Mit absoluter Sicherheit kann man es immer nur sagen, wenn man schallt oder röntgt, aber diesen Stress wollen wir dem Tier nicht antun."

Eine Vermittlung der Tiere kann noch etwas dauern, da bei den vier männlichen Tieren der älteste (vermutlich der Vater) noch kastriert werden muss und die drei Kleinen noch zu jung sind. Die weiblichen Tiere werden generell erst nach Ablauf der maximalen Tragezeit vermittelt.

Titelfoto: Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e.V., privat

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