Großeinsatz im Erzgebirge: Feuerwehr übt den Ernstfall mit einem schweren Unfall

Schneeberg - Die Feuerwehren und der Rettungsdienst aus Schneeberg wurden am Freitagabend zu einem Großeinsatz mit mehreren Verletzten gerufen. Allerdings war es kein echter Notfall, sondern nur eine Übung: Trotzdem mussten die Retter ihr Bestes geben!

Zwei Unfallbeteiligte mussten bei der Einsatzübung aus ihrem Auto befreit werden.
Zwei Unfallbeteiligte mussten bei der Einsatzübung aus ihrem Auto befreit werden.  © Niko Mutschmann

Solche Einsatzübungen finden regelmäßig statt, zum Beispiel eben auch am gestrigen Freitag gegen 18 Uhr im Erzgebirge, als die Feuerwehren über einen fiktiven schweren Unfall mit zwei Autos und einem Transporter informiert wurden.

Doch bereits der Weg zum Unfallort stellte sich als erste Herausforderung heraus. Häufig passiert es in der Realität, dass die Unfallstelle nicht genau angegeben wird. Umso wichtiger sei es, beim Notruf an die sogenannten "fünf W" zu denken, wie die Feuerwehr im Nachhinein erklärt:

  • Wo ist der Notfall?
  • Wer ist der Anrufer?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Personen oder Tiere sind betroffen?
  • Warten auf Rückfragen
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Als die Einsatzkräfte den vorbereiteten Unfallort fanden, verschafften sie sich zuerst einen Überblick über die Lage.

Insgesamt gab es zehn Verletzte, zwei davon schwer und zusätzlich noch eingeklemmt. Sieben waren leicht verletzt und einer nicht mehr zu retten. (Keine Sorge, das waren alles nur Schauspieler, doch die Lage wirkte trotzdem dramatisch.)

Es kann immer was verbessert werden, dafür sind Übungen ja da

Während die Feuerwehr das Autodach entfernte, wurde der Insasse vom Rettungsdienst betreut.
Während die Feuerwehr das Autodach entfernte, wurde der Insasse vom Rettungsdienst betreut.  © Niko Mutschmann

Es wurde sich sofort um die Verletzten gekümmert. Auch einige Feuerwehrleute unterstützten die Versorgung, da der Rettungsdienst nicht alle gleichzeitig betreuen konnte.

Um einen der Verletzten aus seinem Auto zu befreien, musste ein Fahrzeugdach abgenommen werden. Währenddessen wurde der Patient vom Rettungsdienst betreut.

Insgesamt nahmen circa 40 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Schneeberg, Neustädtel und Griesbach teil.

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Außerdem waren die Rettungskräfte vom 1. Einsatzzug des Katastrophenschutz Erzgebirge zusammen mit der DRK Bereitschaft Aue-Schwarzenberg vor Ort.

Am Ende war Stadtwehrleiter Danny Schindler mit der Übung sehr zufrieden. Es gäbe natürlich noch ein paar Möglichkeiten zur Verbesserung, aber genau dafür seien solche Übungen ja da.

Titelfoto: Niko Mutschmann

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