Kfz-Meister fertigt einzigartige Flugobjekte: Der Ikarus aus dem Erzgebirge

Grünhain-Beierfeld - Mit Motorschirm, Drachentrike oder Gyrocopter durch die Lüfte gleiten. Wer das lernen will, muss in die 1997 gegründete Flugschule von Gunar Barthel (45) in Grünhain-Beierfeld kommen. Der Kfz-Meister bietet nicht nur eine außergewöhnliche Ausbildung an, sondern baut auch selbst die besonderen Fluggeräte.

Gunar Barthel (45) tüftelt in seiner Werkstatt an einem Drachentrike.
Gunar Barthel (45) tüftelt in seiner Werkstatt an einem Drachentrike.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

"Für ein Exemplar brauche ich mindestens 100 Arbeitsstunden. Die Preise dafür starten bei 5000 Euro." 

Die Nachfrage steigt stetig, seit zwei Jahren versucht Barthel einen ausgebildeten Fluggerätemechaniker von den Philippinen einzustellen - bislang vergeblich. Auch die zweijährige Ausbildung für 2000 bis 8000 Euro ist beliebt, pro Jahr hat Gunar Barthel fünf neue Schüler.

Der Erzgebirger baute bereits während seiner Schulzeit in einer Arbeitsgemeinschaft Flugmodelle, Mitte der 90er-Jahre absolvierte er einen Gleitschirmkurs in den bayrischen Alpen. 

"Als ich fertig war, wollte ich vom Fichtel-, Keil-, und Pöhlberg fliegen." Doch aufgrund der geringen Höhe der Berge lagen die Flugzeiten bei maximal fünf Minuten in der Luft - zu wenig für Barthel.

In rund drei Jahren baute er daraufhin sein erstes Motorschirmtrike. "Ich steckte mein ganzes Geld in die Entwicklung und verzichtete auf Urlaub und alles andere." 

Der Erzgebirger sitzt in einem Motorschirmtrike.
Der Erzgebirger sitzt in einem Motorschirmtrike.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Anschließend machte er eine Fluglehrerausbildung und nahm zudem bis 2010 erfolgreich an Wettkämpfen teil.

Titelfoto: Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

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