Bauern aus dem Erzgebirge sauer: Deppen stellen Strohballen aufrecht hin

Haselbach/Forchheim - Wer macht denn sowas? Im Erzgebirge haben Deppen in der Nacht auf Sonntag circa 85 Strohballen aufrecht aufgestellt! Die Bauern waren erst stinksauer, doch dann gab es eine unerwartete Wendung!

Deppen stellten in der Nacht auf Sonntag etliche Strohballen im Erzgebirge aufrecht (Symbolbild).
Deppen stellten in der Nacht auf Sonntag etliche Strohballen im Erzgebirge aufrecht (Symbolbild).  © Boris Roessler/dpa

"So viel Langeweile zu haben, ist unfassbar😠", schimpfen die Bauern auf Facebook: "Solltet ihr irgendwann euren Rausch ausgeschlafen haben, könntet ihr auf dem Weg zum Badesee die Ballen wieder umlegen."

Durch das Aufstellen der Strohballen konnten diese nicht abtransportiert werden. Die Bauern benötigen nun nach eigenen Angaben für den Abtransport die doppelte Zeit. 

Da die Ernte weitergehe, würde den Bauern schlichtweg keine Zeit für das Umdrehen der Ballen bleiben.

"Also vielleicht denkt ihr beim nächsten Bier Mal an die Landwirtschaft und wer euch ernährt", heißt es abschließend in dem Facebook-Post.

Kurz nachdem der Post auf Facebook erschienen war, boten etliche User ihre Hilfe an: "Kann man irgendwie helfen?", schreibt ein Facebook-Nutzer. Ein weiterer User schrieb: "Da treffen und wieder aufstellen? Wer ist dabei?"

Gesagt, getan. Kurze Zeit später fanden sich einige Freiwillige ein, darunter auch Kinder, um die Strohballen in der Gluthitze (31 Grad im Schatten) wieder ordentlich hinzulegen. 

Die Bauern waren überwältigt, bedankten sich auf Facebook für die Hilfe: "Vielen Dank, ihr seid der Hammer. Toll, dass es solche Leute noch gibt. Alle Strohballen gedreht, ohne mit der Wimper zu zucken und das bei dem Wetter! 👍👍🙉😁"

Auch andere Erzgebirger feierten die freiwilligen Helfer: "Klasse Leistung und das bei der Hitze. Respekt", schrieb ein Facebook-Nutzer. Eine Erzgebirgerin freut sich ebenfalls: "Fantastisch 🍾🙏🏻👍🏻, soviel Hilfsbereitschaft ist mega!"

Wer die Strohballen aufrecht gestellt hat, bleibt weiter unklar. Fakt ist: Für so eine solche Aktion braucht es ordentlich Kraft. Daher waren es mutmaßlich mehrere Personen, die den Bauern das Leben schwer gemacht haben.

Titelfoto: screenshot/facebook.com/neu-Haselbacher

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