Inzidenz bei 1642! Im Erzgebirgskreis verdoppelten sich die Fallzahlen binnen 7 Tagen

Annaberg-Buchholz - Die Zahlen bezüglich der Neuinfektionen in Sachsen steigen täglich. Im Erzgebirgskreis hat sich die Inzidenz innerhalb von 7 Tagen sogar verdoppelt.

Viele Geschäfte müssen derzeit die 2G-Regel anwenden um Kunden begrüßen zu dürfen.
Viele Geschäfte müssen derzeit die 2G-Regel anwenden um Kunden begrüßen zu dürfen.  © B&S / Bernd März

Noch nie gab es so viele Neuinfektionen im Freistaat wie in den letzten Wochen. Gerade im Erzgebirgskreis, welcher immer wieder durch seine Corona-Demos auffiel, hat sich die 7-Tages-Inzidenz geradezu verdoppelt. Von 800 auf aktuell 1642 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Am Donnerstag überschritt die Inzidenz im Freistaat die 1000er Marke. Nur ein erneuter Lockdown kann den schnellen Anstieg der Zahlen stoppen. So sehen das auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) und Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD), die die beschlossenen Maßnahmen als nicht ausreichend einordneten.

Aber zurück zum Erzgebirgskreis: Alleine in den letzten 5 Tagen stieg die Inzidenz um 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das selbst das Landratsamt mit den in die Höhe schnellenden Zahlen überfordert ist, zeigt die geltende Allgemeinverfügung.

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Diese schreibt fest, dass sich betreffende Personen "unverzüglich eigenverantwortlich in Absonderung", also in die Quarantäne, begeben müssen. Zudem müssen positiv getestete Personen ihre Kontaktpersonen selbstständig informieren.

Nach TAG24-Informationen wird "Eigenverantwortlich" im Erzgebirgskreis anders aufgefasst. So werden weder die engeren Kontakte informiert, noch sich selbst in Quarantäne begeben. Die neue Allgemeinverfügung ist für die Menschen wohl eher ein Freifahrtschein.

Auch die Impfquote lässt im Erzgebirge Zweifel aufkommen. So beträgt die Quote derzeit unter 50 %. Damit ist der Landkreis das sächsische Schlusslicht.

Wie also weiter verfahren im Erzgebirge? Ein massiver Lockdown wird erst mehrere Wochen später seine Wirkung zeigen. Die Krankenhäuser sind derzeit am Limit. Bleibt zu hoffen, dass der aktuelle kleine Lockdown für etwas Entspannung bei den Corona-Zahlen sorgt.

Titelfoto: B&S / Bernd März

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