Falscher Polizist ergaunert mehrere zehntausend Euro

Jöhstadt - Ein angeblicher Polizeikommissar hat von einer Seniorin in Jöhstadt mehrere zehntausend Euro ergaunert.

Eine Seniorin hat in Jöhstadt einem Betrüger mehrere zehntausend Euro übergeben. (Symbolbild)
Eine Seniorin hat in Jöhstadt einem Betrüger mehrere zehntausend Euro übergeben. (Symbolbild)  © 123rf/Alexander Raths

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, meldete sich der Betrüger Anfang November bei der Frau. Der Anrufer gab sich als Polizist aus, der in einer angeblichen geheimen Angelegenheit ermittle. Auch die Frau müsse zu äußerster Verschwiegenheit verpflichtet sein.

"Der selbst ernannte Kommissar vermittelte der Dame, dass es sich bei ihrem Barvermögen um Falschgeld handele und dieses getauscht werden müsste", so ein Sprecher der Polizei.

Es fanden daraufhin mehrere Übergaben an der Haustür der Geschädigten statt, bei denen ein Unbekannter die Beträge entgegen nahm.

Doch damit nicht genug! "Als sich noch ein vermeintlicher Staatsanwalt meldete, welcher die Auflösung der Bausparverträge anwies und die Übergabe des Geldes an die Polizei verlangte, wurde sie stutzig."

Der Anweisung kam die Geschädigte nicht nach.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Auch in Neuhausen, Pockau-Lengefeld und Frankenberg meldeten sich am Donnerstag Telefonbetrüger mit einer ähnlichen Masche. Sie alle wollten Bargeld ergaunern. Zu einer Übergabe kam es aber nicht.

Die Kriminalpolizei in Chemnitz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Ermittler warnen vor derartigen Betrugsmaschen. "Gehen Sie auf Anrufe solcher Art nicht ein und beenden Sie das Gespräch. Notieren Sie die Rufnummer und kontaktieren Sie die Polizei über den polizeilichen Notruf 110." Man sollte am Telefon keine Auskünfte über die finanziellen Verhältnisse oder andere vertrauliche Informationen geben.

Erst im Sommer hatten angebliche Polizisten in Annaberg und Geyer versucht zwei Seniorinnen auszufragen und zu erfahren, wieviel Bargeld sie im Haus hätten. Die beiden Frauen gingen damals aber nicht auf die Fragen ein und beendeten die Gespräche (TAG24 berichtete).

Titelfoto: 123rf/Alexander Raths

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0