"Wusste ich nicht", zählt nicht: Polizei jagt Tschechien-Shopper!

Johanngeorgenstadt/Klingenthal - Auch im neuen Jahr stellt die Polizei zahlreiche Corona-Verstöße an der Grenze zu Tschechien fest. Über vermeintliche Ausreden kann die Polizei nur müde lächeln!

Der Grenzübergang in Johanngeorgenstadt: Einige fahren trotz Reiseverbot nach Tschechien (Archivbild).
Der Grenzübergang in Johanngeorgenstadt: Einige fahren trotz Reiseverbot nach Tschechien (Archivbild).  © André März

Seit dem 1. Januar waren es insgesamt 45 Verstöße. Die meisten Regelbrüche gab es laut Polizei an der deutsch-tschechischen Grenze, wie etwa in Johanngeorgenstadt oder Klingenthal.

Aber auch an den Bahnhöfen in Plauen und Zwickau stellten die Beamten Verstöße fest, die im Zusammenhang mit einem Tschechien-Trip standen.

Die Reisenden kamen größtenteils aus Sachsen und Thüringen. Oftmals waren die Betroffenen zum Tanken und Einkaufen im Nachbarland.

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Erzgebirge Verletzte bei Wohnungsbrand im Erzgebirge

Nicht selten bekommen die Beamten zu hören: "Wir wussten nichts von einem Reiseverbot nach Tschechien."

Doch über solche Aussagen können die Beamten allenfalls müde lächeln!

"Angesichts der öffentlichen und medialen Präsenz des Themas können solche Aussagen von den Beamten allerdings lediglich als Schutzbehauptung gewertet werden", so ein Polizeisprecher. Zudem würden auf den Straßen entsprechende Schilder auf die Folgen eines Grenzübertrittes hinweisen.

In allen Fällen wurden die Personen in häusliche Absonderung geschickt. Ob Bußgelder verhängt werden, entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter, heißt es von der Polizei.

Titelfoto: André März

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