Kostenlose Parkplätze, verkaufsoffene Sonntage: Das fordern Händler nach dem Lockdown

Annaberg-Buchholz - Bis zum 7. März bleiben Geschäfte, Restaurants, Bars und Co. in Deutschland geschlossen. Und auch danach kommt eine Öffnung des Einzelhandels erst infrage, wenn die Inzidenz unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Doch sobald wieder geöffnet werden darf, muss es einen wirtschaftlichen Neustart geben, fordert der erzgebirgische Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Die Annaberger Innenstadt wirkt im Lockdown wie ausgestorben. Wirtschaftsvertreter fordern deshalb einen wirtschaftlichen Neustart, sobald der Lockdown vorbei ist.
Die Annaberger Innenstadt wirkt im Lockdown wie ausgestorben. Wirtschaftsvertreter fordern deshalb einen wirtschaftlichen Neustart, sobald der Lockdown vorbei ist.  © Uwe Meinhold

"Wir dürfen nicht warten, sondern müssen jetzt weiterdenken und handeln", sagt Kreisverbandsleiterin Christina Pfeiffer: "Nicht eine abwartende, sondern eine handelnde Politik ist jetzt gefragt!" Konkret wünscht sich der Wirtschaftsverband ein klares Zukunftskonzept der Politik.

So sollen die Städte und Kommunen nach dem Lockdown kostenlose Parkplätze in den Innenstädten schaffen, um regionale Händler zu unterstützen.

Zudem solle es wegen abgesagter Großveranstaltungen mehr verkaufsoffene Sonntage geben.

Nach Bratwurst-Impfen in Thüringen: Stadt in Sachsen zieht nach
Erzgebirge Nach Bratwurst-Impfen in Thüringen: Stadt in Sachsen zieht nach

Auch fordert der Verband, die Gebühren für Außenwerbung und Tische/Stühle im Außenbereich zumindest für das Jahr 2021 auszusetzen.

Die Standgebühren für Markt-Händler sollen ebenfalls reduziert werden.

Das Parkhaus am Rosenhof in Chemnitz. Um mehr Kunden in die Innenstadt zu locken, fordert der BVMW nach dem Lockdown kostenlose Parkplätze in den Innenstädten.
Das Parkhaus am Rosenhof in Chemnitz. Um mehr Kunden in die Innenstadt zu locken, fordert der BVMW nach dem Lockdown kostenlose Parkplätze in den Innenstädten.  © Haertelpress
Der Einzelhandel bleibt noch bis mindestens 7. März geschlossen.
Der Einzelhandel bleibt noch bis mindestens 7. März geschlossen.  © Arne Dedert/dpa

Wirtschaftsverband will längere Öffnungszeiten für Biergärten und Co.

"Zusätzlich fordern wir eine Heraufsetzung der Sperrstunde für Außenbewirtschaftungen von Biergärten, Gartenlokalen und ähnlichem auf Montag bis Donnerstag 24 Uhr und Freitag bis Sonntag auf 1 Uhr", so Pfeiffer.

Der Verband möchte sich nun mit Politikern an einen "runden Tisch" setzten und die Forderungen durchsetzten.

Ein zukunftsweisendes Gespräch zwischen Politikern und Unternehmern ist dringend notwendig! Denn vor bereits einem Monat schlugen Händler aus Annaberg-Buchholz Alarm: "Wir stehen vor einem Scherbenhaufen", sagten sie damals angesichts des Lockdowns (TAG24 berichtete).

Sie warnten vor einem Sterben der Annaberger Innenstadt!

Titelfoto: Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Erzgebirge: