Krankenhäuser überlastet! Weitere Intensivpatienten aus Sachsen werden ausgeflogen

Zschopau - Wegen der Überlastung sächsischer Kliniken und Krankenhäuser in der Corona-Pandemie sind in der Nacht zum Sonntag zwei weitere Patienten aus Sachsen in Kliniken in Norddeutschland verlegt worden.

Dramatische Bilder vor der Klinik in Zschopau: Weil das Krankenhaus überlastet ist, werden nun Intensivpatienten in andere Bundesländer verlagert.
Dramatische Bilder vor der Klinik in Zschopau: Weil das Krankenhaus überlastet ist, werden nun Intensivpatienten in andere Bundesländer verlagert.  © B&S

Sie wurden mit einem Ambulanzflugzeug des ADAC nach Bremerhaven geflogen. Bis zum Abend sind nach Angaben des Sozialministeriums vier weitere Transporte dieser Art vorgesehen. Einer der Transporte erfolgte am Sonntag vom Erzgebirgsklinikum in Zschopau.

Bereits am Samstag waren vier Covid-19-Intensivpatienten ausgeflogen worden, am Freitag zwei.

Die insgesamt bisher acht Schwerkranken aus dem Herzzentrum Dresden, dem Universitätsklinikum Dresden, den Krankenhäusern Dresden-Neustadt und -Friedrichstadt sowie Kliniken in Freiberg und Adorf werden nun in Göttingen (Niedersachsen), Herford und Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) sowie Schwerin, Greifswald und Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) behandelt.

Erzgebirgerin Taubitz gewinnt Gesamtweltcup im Rodeln
Erzgebirge Erzgebirgerin Taubitz gewinnt Gesamtweltcup im Rodeln

Sachsen hatte in der vergangenen Woche insgesamt 16 Patienten für eine Verlegung angemeldet - und nun zusätzlich sieben weitere Fälle, sagte eine Ministeriumssprecherin am Sonntag.

Am Sonntag hob der Rettungshubschrauber vom Erzgebirgsklinikum in Zschopau in Richtung Norddeutschland ab.
Am Sonntag hob der Rettungshubschrauber vom Erzgebirgsklinikum in Zschopau in Richtung Norddeutschland ab.  © B&S

Der Freistaat gehört zum sogenannten Kleeblatt Ost, das zudem die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Das Verlegungskonzept wurde im Zuge der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 entwickelt, um Engpässe auf Intensivstationen in einem Land zu vermeiden.

Titelfoto: B&S

Mehr zum Thema Erzgebirge: