Noch bevor es steht: Kritik an Rassismus-Denkmal in Aue

Aue - Gemeinsam mit der Partnerstadt Solingen möchte Aue-Bad Schlema ein Mahnmal auf dem Altmarkt aufstellen. Die Skulptur "Handschlag der Kulturkreise" wendet sich gegen jegliche Form von gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Das sorgt schon im Vorfeld für Diskussionen.

Das Mahnmal könnte hier auf dem Altmarkt stehen.
Das Mahnmal könnte hier auf dem Altmarkt stehen.  © imago images/Hanke

Anlass für das Monument war der Anschlag in Halle auf Juden am 9. Oktober 2019 an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag.

Die zwei Meter hohe Skulptur würde sowohl in Aue als auch in Solingen stehen. Die Idee kommt vom Solinger Diplom-Ökonomen Markus Klein und wurde am 1. Februar im Kulturausschuss vorgeschlagen.

Doch was die Skulptur angeht, wird es künftig wohl noch Redebedarf geben. Beatrice Meichßner (48), Fraktionschefin der Freien Wähler im Stadtrat von Aue-Bad Schlema, hat gemischte Gefühle.

"Auf einem Platz, wo unser Stadtfest stattfindet, braucht es nicht unbedingt Politisierung", so die Rätin. "Aue ist nicht Solingen. Der Prozentsatz an Migranten ist dort sehr viel höher."

Der Entwurf für den "Handschlag der Kulturkreise".
Der Entwurf für den "Handschlag der Kulturkreise".  © PR
Beatrice Meichßner (48, Freie Wähler) wünscht sich eine Umfrage zum Thema Mahnmal in Aue.
Beatrice Meichßner (48, Freie Wähler) wünscht sich eine Umfrage zum Thema Mahnmal in Aue.  © privat

Meichßner wünscht sich, dass die Bürger beispielsweise in Form einer Umfrage in den Prozess einbezogen werden. "Das Mahnmal muss aus der Stadt erwachsen."

Titelfoto: imago images/Hanke, PR, privat

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