Licht in dunkler Zeit: Schneeberg lässt's bis Lichtmess leuchten

Schneeberg - Ein Licht in dunklen Tagen: Die Stadt Schneeberg lässt ihre Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr erstmals bis zu Mariä Lichtmess am 2. Februar erstrahlen. Damit folgt sie der erzgebirgischen Weihnachtstradition.

Die Bergstadt Schneeberg will mit Licht ein Zeichen der Hoffnung setzen.
Die Bergstadt Schneeberg will mit Licht ein Zeichen der Hoffnung setzen.  © Sven Gleisberg

Eigentlich hätte die festliche Beleuchtung nach dem Dreikönigstag am 6. Januar verschwinden sollen. Doch Schneeberg will seine Bürger nicht dem dunklen Lockdown-Winter überlassen: "Wir möchten den Menschen in dieser schwierigen Zeit ein Licht spenden", sagt Stadtsprecher Stefan Unger (31).

Durch die lange Geschichte des Bergbaus in der Region habe das Licht hier eine besonders große Bedeutung. Die Entscheidung sei unter den Schneebergern nicht unumstritten - in den Augen vieler endet die Weihnachtszeit am Dreikönigstag (6. Januar).

In Stollberg gibt es keine Zweifel: "Es ist Tradition im Erzgebirge, dass bis zu Mariä Lichtmess das Licht an ist", sagt Hauptamtsleiterin Kerstin Kägebein.

Annett Flämig (37), Pressesprecherin von Annaberg-Buchholz, hält Lichtmess ebenso für das richtige Ende der erzgebirgischen Weihnacht. Auch Schwarzenberg und Zwönitz lassen ihre Lichter jedes Jahr bis zum 2. Februar hängen.

Schneeberg erstrahlt noch bis Mariä Lichtmess (2. Februar) im Weihnachtslichterglanz.
Schneeberg erstrahlt noch bis Mariä Lichtmess (2. Februar) im Weihnachtslichterglanz.  © Sven Gleisberg

In Chemnitz hingegen begann am Montag der Rückbau der weihnachtlichen Dekoration zusammen mit der Fällung des Weihnachtsbaums auf dem Markt.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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