Männelmacher bangen vorm Advent im Erzgebirge

Olbernhau - Für die Männelmacher im Erzgebirge beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres. Doch abgesagte Weihnachtsmärkte und ausbleibende Touristen bereiten der Branche im Corona-Jahr zunehmend Sorgen ...

Schwere Zeiten für die Männelmacher! Frederic Günther (34) vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker appelliert an die Politik.
Schwere Zeiten für die Männelmacher! Frederic Günther (34) vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker appelliert an die Politik.  © dpa/Hendrik Schmidt

"Anhand der Zahlen haben wir die Krise bis Oktober wenig gespürt", sagt Frederic Günther (34) vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker.

Im Oktober hätten manche Fachhändler sogar mehr Umsatz gemacht als im Vorjahr.

Doch mit der Absage sämtlicher Weihnachtsmärkte und der Verschärfung der Schutzmaßnahmen werden die Aussichten auch im Weihnachtsland Erzgebirge düster: Einen Großteil des Jahresumsatzes mache der Fachhandel im November und Dezember mit Spontankäufen in weihnachtlicher Atmosphäre - sei es in den Schauwerkstätten in Seiffen oder auf stimmungsvollen Märkten.

"Hinzu kommt, dass schon das ganze Jahr über die Touristen fehlen", mahnt Günther und appelliert an die Politik, das Kunsthandwerk nicht durchs Raster fallen zu lassen.

Wie vor über hundert Jahren: In Handarbeit entsteht der regionaltypische Weihnachtsschmuck.
Wie vor über hundert Jahren: In Handarbeit entsteht der regionaltypische Weihnachtsschmuck.  © dpa/Hendrik Schmidt

"Wir müssen nicht schließen, aber de facto kommt auch keiner und über das Online-Geschäft können wir die Ausfälle nicht kompensieren."

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt

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