17-Jähriger liefert sich filmreife Verfolgungsjagd im Erzgebirge

Marienberg - Ein 17-Jähriger lieferte sich am Dienstagabend im Erzgebirge eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei!

Filmreife Verfolgungsjagd im Erzgebirge: Ein 17-Jähriger flüchtete mit seiner Simson vor der Polizei, brachte dabei zwei Radfahrer in Gefahr (Symbolbild).
Filmreife Verfolgungsjagd im Erzgebirge: Ein 17-Jähriger flüchtete mit seiner Simson vor der Polizei, brachte dabei zwei Radfahrer in Gefahr (Symbolbild).  © 123RF/angela rohde

Der junge Mann war mit seiner Simson in der Lindenstraße in Marienberg unterwegs. Dort wollten Polizisten den 17-Jährigen einer Verkehrskontrolle unterziehen. Doch er drückte aufs Gas, die Beamten hinterher!

Mehrere Male forderte die Polizei den Simson-Fahrer auf, anzuhalten. Doch der junge Mann flüchtete weiter auf die Äußere Wolkensteiner Straße und anschließend auf die B171, welche derzeit aufgrund von Bauarbeiten gesperrt ist. 

"Trotz Sperrung fuhr der Moped-Fahrer weiter auf der Bundesstraße Richtung Wolkenstein", berichtet ein Polizeisprecher.

Laut den Beamten war der Simson-Fahrer mit mindestens 70 Sachen unterwegs!

Etwa 200 Meter nach dem Ortsausgang Marienberg gefährdete der Mann auch noch zwei Radfahrer, die er rücksichtslos überholte.

Wieder begab sich die Polizei neben den Moped-Fahrer. Dabei blieb der Lenker des Mopeds am rechten Außenspiegel des Polizeiwagens hängen. "Diesen Moment nutzte der Polizist auf dem Beifahrersitz, beugte sich aus dem geöffneten Fenster und hielt den Simson-Fahrer fest, während der Beamte am Steuer den Streifenwagen anhielt", so die Polizei. Der Moped-Fahrer kippte daraufhin samt seiner Simson in den Straßengraben, wurde dabei glücklicherweise nicht verletzt.

Der 17-Jährige gab anschließend an, dass er einen 60-Kubikzentimeter-Zylinder in Verbindung mit einem Sport-Auspuff und einem entsprechenden Vergaser in der Simson verbaut habe. "Somit war die Betriebserlaubnis des Kleinkraftrades erloschen und es ergab sich der Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den Jugendlichen."

Gegen ihn wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Der 17-Jährige Deutsche wurde anschließend seinen Eltern übergeben.

Titelfoto: 123rf/Angela RohdeAngela Rohde

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0