Mega-Andrang: Sachsen gehen nochmal in Tschechien shoppen

Marienberg - Noch einmal den Grenzverkehr nutzen: Ab Montag verschärft Tschechien die Einreisebestimmungen. Aus diesem Grund nutzten viele Sachsen den Sonntag noch einmal zum Einkaufen im Nachbarland.

Am Grenzübergang Reitzenhain bildeten sich auf tschechischer Seite eine lange Schlange an der Tankstelle.
Am Grenzübergang Reitzenhain bildeten sich auf tschechischer Seite eine lange Schlange an der Tankstelle.  © Harry Härtel

Tschechien hat Deutschland zum Corona-Risikogebiet erklärt. Ab Montag ist die Bundesrepublik auf der sogenannten "Reise-Ampel" rot markiert.

Das bedeutet, dass Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen müssen.

Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

Viele Sachsen nutzten aus diesem Grund den Sonntag noch, um sich preisgünstig mit Zigaretten einzudecken. Da die Supermärkte am Sonntag allerdings geschlossen sind, bildeten sich an Tankstellen lange Schlangen - so auch am Grenzübergang Reitzenhain. Kunden mussten teilweise eine halbe Stunde warten.

Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien bereits seit dem 25. September als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet steht Tschechien bei der Corona-Entwicklung derzeit deutlich schlechter da als Deutschland: Nach den jüngsten Zahlen der EU-Gesundheitsagentur ECDC gab es dort statistisch 1282,7 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen. In Deutschland lag dieser Wert bei 302,8.

Titelfoto: Harry Härtel

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