Damit Hofpausen stattfinden: Firma aus dem Erzgebirge erfindet mobiles Waschbecken

Mildenau - Wegen Corona findet der Schulunterricht nach den Ferien weiter unter strengen Hygieneregeln statt. Damit die Kinder nach der Hofpause mit sauberen Händen ins Gebäude kommen, hat sich eine Firma aus Mildenau etwas Besonderes einfallen lassen.

Betriebsleiter Thomas Weber (50) wäscht sich die Hände in dem mobilen Waschbecken.
Betriebsleiter Thomas Weber (50) wäscht sich die Hände in dem mobilen Waschbecken.  © Maik Börner

Die FAT GmbH stellt seit kurzem mobile Waschbecken her. Eigentlich baut das Unternehmen hauptsächlich Schweißvorrichtungen für die Automobilindustrie. 

"Durch Umstrukturierung in dieser Industrie, bedingt durch Corona und E-Mobilität, befindet sich die Zulieferbranche im Wandel. Wir haben überlegt, wie wir in dieser schwierigen Zeit helfen können", sagt Betriebsleiter Thomas Weber (50).

"Manche Schulen lassen die Hofpause ausfallen, weil Schüler keine Möglichkeit haben, sich vor Betreten der Einrichtung die Hände zu waschen. Das wollen wir nicht akzeptieren. Desinfektionsmittel sollte keine dauerhafte Lösung sein, Allergien und Unverträglichkeiten können die Folge sein", erklärt Weber, wie die Idee für die transportable und unter 15 Kilogramm schwere Anlage aus Edelstahl entstand. 

"Becken aufstellen, Gartenschlauch anstecken, fertig. Vorn ist ein Knopf, den man mit dem Knie oder der Hand betätigen kann."

Den Knopf an der Vorderseite des Beckens kann man mit dem Knie betätigen.
Den Knopf an der Vorderseite des Beckens kann man mit dem Knie betätigen.  © Maik Börner

Ein Waschbecken für unter 500 Euro wurde erfolgreich in der Evangelischen Grundschule in Schneeberg getestet. "Wie viel Stück wir produzieren dürfen, wird der Markt entscheiden. Die Kapazität für größere Mengen ist vorhanden", so Weber.

Titelfoto: Maik Börner

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