Erzgebirge: So hilft die Bundeswehr im Kampf gegen Borkenkäfer

Neudorf - Schweres Geschütz gegen die kleinen Krabbler: Soldaten der Bundeswehr helfen im Erzgebirge beim Kampf gegen eine neue Borkenkäfer-Plage.

Stabsunteroffizier Silvio Pallast schält die Rinde von Fichten, die vom Borkenkäfer befallen sind.
Stabsunteroffizier Silvio Pallast schält die Rinde von Fichten, die vom Borkenkäfer befallen sind.  © Bundeswehr/Anne Weinrich

Matthias Weinrich (61), Forstbezirksleiter in Neudorf, ist dankbar für die Unterstützung: "In den höheren Lagen hat vor rund zwei Wochen die Käfersaison begonnen. 

Jetzt ist es wichtig, schnell zu handeln und einzelne befallene Bäume zu entfernen. Die Soldaten helfen dabei, diese Stämme zu entrinden, damit sich die Borkenkäfer nicht weiterentwickeln können."

In dem rund 27.000 Hektar großen Forstrevier könnten dieses Jahr bis zu 30.000 Kubikmeter Holz vernichtet werden. 

Ein erneuter Massenbefall droht, weil eine große Anzahl Käfer überwintert hat und jedes Borkenkäfer-Paar in einem Jahr bis zu 10.000 Nachkommen haben kann.

Insgesamt 50 Soldaten sollen in den nächsten Wochen die Waldarbeiter auch in den Forstbezirken Chemnitz, Marienberg und Eibenstock unterstützen. 

Unter der Rinde sitzen Borkenkäfer, die am Stamm überwintert haben.
Unter der Rinde sitzen Borkenkäfer, die am Stamm überwintert haben.  © Bundeswehr/Anne Weinrich

Das Sächsische Umweltministerium hatte wegen der Waldschäden historischen Ausmaßes bei der Bundeswehr mit einem Amtshilfe-Ersuchen um Unterstützung gebeten.

Titelfoto: Bundeswehr/Anne Weinrich

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