Streit um "Fly-Line" eskaliert: Politiker wettert gegen Naturschützer

Oberwiesenthal - Der Streit um die Fly-Line am Fichtelberg eskaliert: Der Bundestags-Abgeordnete Alexander Krauß (44, CDU) beschimpfte den Naturschutzbund Sachsen (NABU) auf seiner Webseite jetzt als "grüne Freaks". 

NABU-Chef Bernd Heinitz fordert eine Entschuldigung.
NABU-Chef Bernd Heinitz fordert eine Entschuldigung.  © PR

Sie hätten "nichts anderes zu tun, als vor Gericht zu ziehen, um dem Tourismus den Garaus zu machen".

Die Seilrutsche für Touristen kann wegen einer Klage des NABU nicht in Betrieb gehen (TAG24 berichtete). Das Landratsamt des Erzgebirgskreises hatte die Anlage genehmigt, ohne den Artenschutz zu prüfen.

Die Freizeitattraktion steht mitten im Brutgebiet der vom Aussterben bedrohten Ringdrossel.

Der NABU verwahrte sich am Dienstag mit einem offenen Brief gegen die Äußerungen des CDU-Politikers und forderte eine Entschuldigung. Sachsens NABU-Chef Bernd Heinitz: "Die Äußerungen sind eine Beleidigung für alle Ehrenamtlichen, zeugen von Ignoranz, Unsachlichkeit, Arroganz und einem hohen Grad an Unkenntnis."

Die Seilbahn für Touristen wurde im Brutgebiet der streng geschützten Ringdrossel gebaut. Bundestags-Abgeordneter Alexander Krauß (44, CDU) beleidigte die Naturschützer.
Die Seilbahn für Touristen wurde im Brutgebiet der streng geschützten Ringdrossel gebaut. Bundestags-Abgeordneter Alexander Krauß (44, CDU) beleidigte die Naturschützer.  © Thomas Fritzsch, Bernd März

Alexander Krauß setzte auf Nachfrage noch einen drauf: "Das sind Öko-Extremisten. Eine Entschuldigung kommt nicht infrage." 

Titelfoto: Thomas Fritzsch, Bernd März

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