Schock für Lift-Betreiber: Klepsch sagt Ski-Saison für Sachsen vorzeitig ab!

Oberwiesenthal - Die Skisaison hat nicht einmal begonnen, schon wurde sie abgesagt! Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (55, CDU) erklärte am Dienstag die alpine Skisaison in Sachsen für beendet.

Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (55, CDU) sagte am Dienstag die aktuelle Skisaison ab.
Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (55, CDU) sagte am Dienstag die aktuelle Skisaison ab.  © Ove Landgraf

Klepsch hatte sich zuvor mit Skilift-Betreibern aus den sächsischen Wintersportregionen Oberwiesenthal, Eibenstock, Schöneck/Vogtland und Klingenthal in einer Videokonferenz ausgetauscht.

Schnell wurde klar: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird die Skisaison abgesagt! Bis zum 7. Februar wäre ohnehin keine Skisaison möglich, da die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung dies untersagt.

Zudem waren sich die Tourismusministerin und die Lift-Betreiber einig, dass auch nach dem 7. Februar "das anhaltende Infektionsgeschehen keine entsprechenden Lockerungen erwarten lässt."

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Klepsch dazu: "Unsere sächsischen Skigebiete müssten aktuell damit beginnen, ihre Pisten künstlich zu beschneien, um für die restliche Saison ausreichend Schnee vorzuhalten. Die aktuelle Corona-Situation in Sachsen ist aber weiterhin sehr ernst. Wir haben uns deshalb schweren Herzens gemeinsam darauf verständigt, die alpine Wintersaison für den Tourismus zu beenden. Damit wollen wir den Liftbetreibern Planungssicherheit geben, damit sie unnötige Kosten vermeiden."

Ursprünglich habe man auf eine bundesweite Richtlinie gewartet. Doch da die Infektionszahlen regional sehr unterschiedlich sind und in Sachsen die Skisaison bereits Anfang März endet, war aus Gründen der Planungssicherheit bereits jetzt eine Entscheidung notwendig, heißt es.

Die Skilifte im Wintersportort Oberwiesenthal stehen still.
Die Skilifte im Wintersportort Oberwiesenthal stehen still.  © Maik Börner

Ministerin Klepsch will mit Lift-Betreibern über finanzielle Hilfen sprechen

Bitter! Noch Anfang Dezember hoffte René Lötzsch (46), Geschäftsführer der Fichtelberg Schwebebahn, auf eine Öffnung im Januar 2021. "Alles andere wäre eine Katastrophe", sagte der 46-Jährige damals (TAG24 berichtete).

Etwa ein Monat später wird klar: Die Skipisten werden in diesem Jahr weitestgehend leer bleiben. Ein hoher finanzieller Verlust droht.

Immerhin: Ministerin Klepsch möchte sich in Kürze erneut mit den Skiliftbetreibern in einer Videokonferenz unterhalten. Es soll um finanzielle Hilfen für die Lift-Betreiber gehen, die seit Monaten keine Einnahmen verzeichnen konnten.

Titelfoto: Maik Börner, Ove Landgraf

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