Grüne fordern Rückkehr der Bahn in ländliche Regionen

Pockau-Lengefeld - Der grüne Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn (40) bringt Zug nach Sachsen. Auf einer Reise durch den Freistaat setzt sich der Politiker für die Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken ein. Darunter im Erzgebirge.

Diskussion zur Reaktivierung alter Bahnstrecken. Politiker setzen auf Industrie und Tourismus.
Diskussion zur Reaktivierung alter Bahnstrecken. Politiker setzen auf Industrie und Tourismus.  © Uwe Meinhold

Am Donnerstag traf sich Kühn mit dem Bürgermeister von Pockau-Lengefeld, Ingolf Wappler (49, CDU). Es ging um die Strecke nach Marienberg, ein Nebenarm der Linie Chemnitz/Olbernhau. Zudem setzt sich die Gemeinde für einen Güterbahnhof ein.

Diese Ideen findet Stephan Kühn wichtig: "Die Strecke hat Potenzial für Industrie und Tourismus."Zudem fordert der Politiker die Reaktivierung der Strecke Freiberg-Most. Der Abschnitt zwischen Holzhau und dem tschechischen Moldava ist seit 1972 stillgelegt.

Nun setzt der Bürgermeister von Rechenberg-Bienenmühle, Michael Funke (52), auf neue Züge ins Nachbarland. Stephan Kühn unterstützt den Plan: "Wenn Welterbestätten erreichbar sein sollen, müssen wir den Bahnverkehr ausbauen."

Der Ausbau des Schienennetzes ist ein Ziel der Bundesregierung, steht auch im sächsischen Koalitionsvertrag. 

Viele Gemeinden auch im Erzgebirge stehen - bahntechnisch - auf dem Abstellgleis.
Viele Gemeinden auch im Erzgebirge stehen - bahntechnisch - auf dem Abstellgleis.  © Uwe Meinhold
Macht alte Bahnstrecken wieder auf: Darüber sprachen in Pockau-Lengefeld (v.l.) Bürgermeister Ingolf Wappler (49, CDU), Grünen-Abgeordneter Stephan Kühn (40) und Erzgebirgsbahn-Chef Lutz Mehlhorn (58).
Macht alte Bahnstrecken wieder auf: Darüber sprachen in Pockau-Lengefeld (v.l.) Bürgermeister Ingolf Wappler (49, CDU), Grünen-Abgeordneter Stephan Kühn (40) und Erzgebirgsbahn-Chef Lutz Mehlhorn (58).  © Uwe Meinhold

"Die Rahmenbedingungen haben sich dank Förderung aus Berlin verbessert", sagt Stephan Kühn. "Mehr Personen und Güter auf der Schiene sind ökologisch sinnvoll und stärken die ländlichen Regionen. Das Land ist aufgefordert, eine Prioritätenliste zu erstellen, um Mittel zu beantragen - bevor der Fördertopf leer ist." 

Titelfoto: Uwe Meinhold

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