Schockanruf! Sparkassen-Mitarbeiterin rettet Rentnerin vor Betrügern

Annaberg-Buchholz - Heldenhaft! Eine Sparkassen-Mitarbeiterin bewahrte eine Rentnerin aus dem Erzgebirge vor einem großen Geldverlust.

Eine Rentnerin aus dem Erzgebirge wurde Opfer eines Schockanrufes. Eine Sparkassen-Mitarbeiterin erkannte die Betrugsmasche (Symbolbild).
Eine Rentnerin aus dem Erzgebirge wurde Opfer eines Schockanrufes. Eine Sparkassen-Mitarbeiterin erkannte die Betrugsmasche (Symbolbild).  © 123RF/rioblanco

Die Frau erhielt in der vergangenen Woche einen sogenannten "Schockanruf". Ein angeblicher Anwalt rief die Seniorin an und schilderte, dass ihr Enkel einen schweren Autounfall verursacht hätte und dabei ein kleines Mädchen verletzt wurde.

"Um eine Haft abzuwenden, sollte die Dame eine Kaution von mehreren zehntausend Euro zahlen. Im Glauben ihrem Enkel zu helfen, hatte die Frau daraufhin zweimal Bargeld an Boten übergeben", so ein Polizeisprecher.

Am Dienstag dann der nächste Anruf. Die Betrüger gaben an, dass sich der Zustand des verletzten Mädchens verschlimmert hätte und die Eltern Schmerzensgeld fordern. Daraufhin fuhr die Rentnerin zur Annaberger Sparkasse und wollte einen Teil des geforderten Geldes abholen.

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Die Sparkassen-Mitarbeiterin durchschaute den Betrug und schaltete die Polizei ein. So wurde das Ersparte der Rentnerin gerettet.

Betrüger auch in Aue-Bad Schlema aktiv

Auch in Aue-Bad Schlema versuchten Telefonbetrüger ihr Glück. Sie riefen eine Rentnerin (76) am Dienstagnachmittag an und versprachen ihr einen Gewinn über 35.000 Euro. "Die Seniorin müsste dafür nur 700 Euro Notar- und Bearbeitungskosten bei der Geldübergabe bereithalten", berichtet die Polizei.

Der Frau kamen am Abend jedoch Zweifel, sie nahm Kontakt zu ihren Angehörigen auf. Diese rieten der Frau, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Glücklicherweise entstand kein Schaden. Die Betrugsmasche scheiterte glücklicherweise!

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei noch einmal: Bei derartigen Anrufen sollte ein gesundes Misstrauen an den Tag gelegt werden, niemals sollte einer fremden Person Bargeld überreicht werden. Im Zweifel sollte man immer lieber die Polizei einschalten.

Titelfoto: 123RF/rioblanco

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