53 Fälle! Hundehasser aus dem Erzgebirge gesteht!

Schönheide - In den vergangenen Monaten sind in Schönheide immer wieder mit Nägeln gespickte Hundeköder gefunden worden. Nun konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.

Der mutmaßliche Hundehasser legte in Schönheide mit Nägeln gespickte Hundeköder aus. (Symbolbild)
Der mutmaßliche Hundehasser legte in Schönheide mit Nägeln gespickte Hundeköder aus. (Symbolbild)  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

Immer wieder meldeten Bürger aus Schönheide der Polizei, dass sie an verschiedenen Stellen in der Erzgebirgsstadt mit Nägeln präparierte Wurststücke gefunden hatten. 

Wie die Polizei mitteilt, wurden insgesamt 53 solcher Fälle zwischen dem 07. Januar 2020 und dem 28. September 2020 bekannt, woraufhin der Kriminaldienst des Polizeireviers Aue die Ermittlungen wegen versuchter Sachbeschädigung in Tateinheit mit Verstoß gegen das Tierschutzgesetz aufnahm. 

Ein Hund fraß am 13. August einen dieser ausgelegten Köder in der Oberen Straße. Er musste daraufhin notoperiert werden. In diesem Fall ermittelt die Polizei wegen vollendeter Sachbeschädigung. 

Im Rahmen der Ermittlungen wurden jede Mende Zeugen befragt. Hier verdichteten sich dann die Hinweise auf einen Rentner, der dann auch als Tatverdächtiger in den Fokus der Ermittler geriet.

Am Dienstagmorgen durchsuchte die Polizei die Wohnung des Rentners. Dabei wurde der deutsche Tatverdächtige auch vernommen. Der Mann gestand, seit Januar 2020 immer wieder mit Nägeln präparierte Wurststücke und ähnliche Köder in Schönheide verteilt zu haben. 

Zu seinem tatsächlichen Motiv konnten die Ermittler im Rahmen der Befragung keine Erkenntnisse gewinnen. Es ist also noch völlig unklar, was ihn zu solch grausamen Taten trieb.

"Der Tatverdächtige wurde im Anschluss an die Beschuldigtenvernehmung aus der polizeilichen Maßnahme entlassen", so die Polizei weiter.

Rentner beleidigte außerdem Familie in Schönheide

Doch die Hundeköder waren offenbar nicht sein einziges Vergehen. Gegen ihn wurde noch ein weiteres Ermittlungsverfahren eröffnet. 

Er gestand in seiner Vernehmung auch, dass er vor wenigen Wochen eine Frau und ihre Familie in Schönheide wiederholt durch obszöne Botschaften beleidigt hatte. Die Botschaften waren unter anderem auf aufgestellten Pappschildern zu lesen.

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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